Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-170702
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-173040
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Buch 
VlII. 
Spätere 
EpoQem 
thnm, nnd zwar nicht ohne Grund, Hoffnung machen 
durfte Europa und die Welt auf7s neue zu erobernP 
Unter den fiinf großen Mächten, welche bereits in der 
Mitte des achtzchnten Jahrhunderts die Weltgeschicke be: 
stimmten, hatten fiih drei unlatholische erhoben. Wir be: 
riihrten, welche Versuche die Päpste in früheren Epoihen 
machten, von Polen aus Russland und Preußen, von Franks 
reich nnd Spanien her England zu überwältigen. Eben 
diese Mächte nahmen jetzt Antheil an der Weltherrschast; 
ja man darf wohl ohne Täuschung sagen, daß sie in jener 
Zeit das 11ebergewidht über die katholische Hälfte von Europa 
befassen. s  
Nicht etwa daß ein Dogcna über das andere, die pro: 
teftantische Theologie über die katholische.obgesiegt hätte: 
aus diesem Gebiete bewegte sich der Streit nicht mehr; 
sondern die Veränderung war durch die nationalen Ein: 
wickelnngen eingetreten, deren Grundlage wir oben wahr: 
nahmen: die Staaten der untatholischen Seite zeigten sich 
den katholislhen im Allgemeinen überlegen. Die zusammen: 
haltende tnonarchische Gesinnung der Rassen hatte über die 
auseinanderfallende Aristokratie von Polen,  die Industrie, 
der praktische Sinn, das feemcinnisrhe Talent der Engländer 
übe: die Nachuissigkeiteu de: Spaniers und übe: die sehwcn:s 
kende, von zufälligen Abwandlungen innerer Zustände ab: 
hängigesPolitik der Franzosen,  die energische Organis 
sation und militärische Dis3ciplin von Preußen hatte über 
die Principien einer Föderativmonarchie wie sie sich damals 
in Oeftreich darftellte, den Sieg davongetragen. 
War nun gleich dies; Uebergewirht keineswegs von kirch:
        

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