Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-164159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-165717
GegeUfäSE 
in 
dem 
übrigen 
Europa. 
Schweden, 
81 
König GnstabsH, wie die Schweden sagten,  ist eine 
ganz ungewöhnliche Mischuug von Tiefsinn nnd Eigenwillen, 
Religion und Gewaltsamkeit wahrzunehmen. 
Der Gelehrteste von ihnen war der mittlere, Johann. 
Da er mit einer katholischen Prinzessin, Catharina von 
Polen, verheirathet war, die sein Gefängniß mit ihm theilte, 
in dessen beschränkter Einsamkeit er dann oft die Tröstuui 
gen eines katholischen Priesters vernahm, so kamen ihm die 
kirchlichen Streitigkeiten besonders nahe. Er studirte die 
Kirchenväter, um sich eine Vorstellung von dem urspriing: 
lichen Zustande der Kirche zu bilden: er liebte die Biicher, 
die Von der Möglichkeit einer Religionsvereinigung han: 
delten: mit den dahin einschlagenden Fragen ging er innere 
lich um. Als er König geworden, trat er der römischen 
Kirche in der That einige Schritte näher. Er pnblicirte 
eine Liturgie, die der tridentinischen nachgebildet war,  
in der die schwedischens Theologen mit Erstaunen, nicht 
allein Gebrauche, sondern auch einige unterscheidende Doctrii 
nen der römischen Kirche wahrnahmen.I Da ihm die Für: 
fprache des Papstes sowohl bei den katholischen ,Mächten 
überhaupt in seinem russischen Kriege, als besonders bei 
Spanien in Sachen der niüiterlichen Erbschaft seiner Ge: 
mahlin, sehr nützlich werden konnte, so trug er kein Be: 
denken einen Groszen seines Reiches als Gesandten nach 
Rom zu schicken. Jnsgeheini gestattete er sogar ein paar 
jesuitischen Missionaren aus den Niederlanden nach Stock:
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.