Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-164159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-170380
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Buch 
VIl. 
Kt1Ps 
vereinigt was in Europa noch unabhängig geblieben: jest 
war er wirklich eingetreten. Die katholische Opposition sah 
sich, nicht mehr aus Eifersucht, sondern zu ihrer Rettung, 
zur Nothwehr, nach Hülfe außerhalb der Grenzen des 
Katholicismns um. An wen aber konnte sie sich wendaIP 
England war durch die Entzweiung zwischen König und 
Parlament in sich selbst beschäftigt, und unterhandelte über: 
diesz bereits aufs neue mit Spanien: die Niederlande waren 
selbst von dem Feinde überzogen: die deutschen Protestanten 
entweder geschlagen oder von den kaiserlichen Heeren in 
Furcht gehalten: der König von Dänemark zu einem nach: 
theiligen Frieden gezwungen. Es blieb Niemand übrig als 
der König von Schweden. 
Während die Protestanten allenthalben geschlagen 
wurden, hatte allein Gustav Adolf Siege erfochten. Er 
hatte Riga, ganz Liefland bis nach Dünamünde, von Lit: 
thauen, wie die Polen sich ausdrücken, so viel als er selbst 
gewollt erobert: dann war er 1626 in Preußen erschienen, 
hauptsächlich, wie er sagte, um die Geistlichkeit im Bisi 
thum Ermeland heimzusuihen: die Hanptsitze des wieder: 
hergestellten Katholicisn1us in jenen Gegenden, Frauenburg 
und Braunsberg, hatte er eingenommen, nnd den bedrängten 
Protestanten daselbst einen neuen starken Rückhalt gegeben. 
Aller Augen richteten sich ans ihn. ,,Ueber alle andern 
Menschentt, schreibt Rusdorf schon im Jahre 1624, ,,sihäsze 
ich diesen siegreichen Helden: ich verehre ihn als den eins 
zigen Schutz unserer Sache, als den Schrecken unserer 
gemeinschaftlichen Feinde: seinen Ruhm, der über den Neid
        

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