Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-164159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-169919
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Verhältnisse. 
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an, bei den weitern Anordnungen die katholischen Jntercssen 
wahrzunehmen. Man faszte den Plan, Valtellin, wie es 
den Spaniern nicht in die Hände fallen dürfe, so auch nicht 
wieder unter Graubündten gerathen zu lassen: wie leicht 
hätte dann die katholische Restauration 7Felbst unterbrochen 
werden können: selbständig sollte es den rei alten rhätischen 
Blinden als ein Vierter gleichberechtigter hinzugefügt werden. 
Aus derselben Rücksicht wollte man selbst die Verbindung 
der beiden östreichischen Linien, die zum Fortgange des 
Katholicisn1us in Deutschland nothwendig schien, nicht 
völlig unterbrechen. Die Passe durch Worms nnd Vals 
tellin sollten den Spaniern offen bleiben: wohlverstanden 
um Truppen nach Deutschland gehn, nicht um deren nach 
Jtalien kommen zu lafsen.1 
So weit war es: zwar noch nichts abgeschlossen, aber 
alles zum Abschlnsz reif, als Gregor XV starb  8 Juli 
1623. Er hatte noch die Genugthunng diese Zwiftigkeiten 
beseitigt, den Fortschritt feiner Kirche unausgehalten zu 
fehen. War doch bei den Unterhandlungen sogar von einer 
neuen Verbindung der Spanier und Franzosen zu einem 
Angrisf auf Rochelle und Holland die Rede gewesen.  
Es fehlte jedoch viel, daß es nach dem Tode Gregors 
nun auch dahin gekommen wäre.  
Einmal genoß der neue Papst Urban VI1I noch nicht 
jenes Vertrauen, das auf der erprobten Voraussetzung einer 
Conven:iok1. 
Entwurfes der 
IXs des 
Artikel
        

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