Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-164159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-167695
JesuitkfT2e 
Bewegungen. 
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die Abfolntion empfunden, an ihnen anslassen. Glücklicher: 
weise stellte Heinrich 1V feine erschlitterte Repntation durch 
die Wiedereroberung von Amiens bald wieder her. 
Nicht als ob man zu Rom diejenigen zu lieben an: 
gefangen hätte, die man früher bekämpfte: den Oberhäuptern 
der Geistlichkeit, die sich zuerst an Heinrich IV angeschlossen 
und jene Opposition begründet hatten, vergaß man es doch 
nie: viel lieber beförderte man die Anhänger der Ligue, wenn 
sie nur zulezt freiwillig zurückgetreten, d. i. wenn sie 
ungefähr im Falle der Curie selber waren. Aber in kurzem 
that sich  wie denn die Meinungen der Menschen, wenn 
auch einander nahe stehend, doch sogleich verschiedene Hin: 
neigungen offenbaren  unter den Anhängern des Königs 
selbst eine mit Absicht strenger katholische Partei hervor, 
die vor allen Dingen das gute Vernehmen mit dem Hofe 
zu Rom zu erhalten trachtete: an diese vornehmlich hielt 
sich der Papst: er hoffte alle Differenzen, die es zwischen 
den französischen und römischen Jnteresfen noch geben 
mochte, auszugleichen: hauptsächlich war sein Wunsch und 
sein Bemühen die Jesuiten, die aus Frankreich, wie wir 
sahen, verjagt worden, dahin zurückzuführen, u11d damit, 
der Entwickelung der Dinge, die in Frankreich Statt gehabt, 
zum Trog, den römischen Doctrinen daselbst freiere Bahn 
zu verschaffen. 
Es kam ihm hiebei eine Bewegung in dem Orden 
III: Jesuiten zu Statten, die, obwohl sie aus dem Innern 
desselben hervorging, doch mit der Veränderung der 
allgemeinen Tendenz des römischen Hofes eine große Arm: 
logie hatte.
        

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