Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-164159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-165938
Entscheidung 
in 
den 
Niederlandeu. 
103 
 in dein Lager zu Mastricht ward der Vertrag abgesihlos: 
sen. Aber zu welchen Bedingungen 1nnszte sich der König 
verstehnl  war eine Restauration seiner MaOt, die aber 
nur unter den strengsten Beschränkungen Statt hatte. Er 
versprach nicht allein, alle Fremde aus seinem Heere zu ein: 
lassen und sich nur niederländischer Tr1ippen zu bedienen: er 
bestätigte auch alle Angestellte in den Aemtern die sie weih: 
rend der Unruhen beko1nu1en: die Einwohner verpflichteten 
sich sogar, keine Besa1zungen aufzunehmen, von der den 
Stiinden des Landes nicht vorher Nachricht gegeben worden: 
zwei Drittheile des Staatsraths sollten aus Leuten bestehn, 
welche in die 1Inruhe1i mit verflochten gewesen. In diesem 
Sinne sind auch die übrigen Artikel.1 Die Provinzen bei 
kamen eine Selbständigkeit wie sie nie gehabt. 
Es liegt hierin eine Wenduug der Dinge von allgei 
meiner Bedeutung. Jn dem ganzen westlichen Europa hatte 
man bisher den Katholicis1nns nur dnr4h die Anwendung 
ofsener Gewalt zu erhalten und wiedereinznfiihren gesucht: 
die fiirstliche Macht hatte Unter dieseu1 Vorwand die probin: 
zialen Rechte noch vollends zu nnterdriicken gestrebt. Jetzt 
fah sie siO genöthigt, einen andern Weg einzuschlagen. Wollte 
sie den Katholicisi1tus wiederherstellen und siih selbst behaubi 
TM, so konnte sie diesz nur im Verein mit Stauden und 
Privilegien ausrichten. . 
Wie sehr aber auch die königliche Macht beschränkt ward, 
so hatte sie do6h unendlich viel gewonnen: die Landschaften 
gehorchten wieder, auf welche die Größe des burgundischen 
1. Ja seiner 
mit: 1ih. v, 394s 
ganzen 
 405. 
Ausführlicshkeit 
theilt Tassis diesen 
Vertrag
        

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