Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-158108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-159233
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sag. 
Epocben 
des 
Ps1pstthums. 
.Und nun war zwar der Papst neuerdings in großem 
Ansehen, er hatte die allgemeine Obedienz: der Kaiser führte 
ihm noch immer den Zelter: es gab Bischöfe nicht allein 
in Ungarn, sondern anch in Deutschland, die sich von des 
apostolifchen Stuhles Gnaden schrieben:l in dem Norden 
ward der Pcterspfeuuig fortwährend eiugesannnelt: nnzäh: 
lige Pilger. aus allen Ländern suchten bei dem Jnbiläum 
von 1450 die Schwellen der Apostel auf: mit Bienen; 
schwärnten, Zngvögelfehaaren vergleicht sie ein Angenzeuge, 
wie sie so kamen; doch hatten trotz alle dem die alten Ver: 
hältnisfe bei weitem nicht mehr Statt. 
Wollte man fiih davon überzeugen, so brauchte man 
sich nur den friiheren Eifer, nach dem heiligen Grabe zu 
ziehen, ins Gedächtniß zu rufen nnd die Kälte dagegen zu 
halten, mit der in dem fnnfzehnten Jahrhundert jede Auf: 
fordernng zu einem gemeinschaftlichen Widerstand gegen die 
Türken anfgenonnnen wurde. Wie viel dringender war es, 
die eigenen Landschaften gegen eine Gefahr, die sich nnanf: 
haltfam unzweifelhaft heranwäizte, in Schutz zu nehmen, 
alsJ das heilige Grab in christlichen Händen zu wissen. 
Ihre beste Beredsamkeit wandten Aeneas Sylvins auf dem 
4Reichstage, der Minorit Capiftrauo.auf den Märkten der 
Städte bei dem Volke an, und die Gefchichtfchreiber er: 
zählen von dein Eindruck, de,n die Gemiither davon eins 
psingen; aber wir finden nicht, daß Jemand darum zu 
den Waffen gegriffen hätte. Welche Mühe gaben sich nicht 
die Päpftel Der eine riiftete eine Flotte aus, der andere, 
Schwe1it1 , 
FÜ11fkirchen. 
sSchröckhs 
Kikci;eugefc1;icI;te
        

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