Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-158108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-162523
Pius 
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in Untersuchung gerathen und nach Padua geflüchtet war, 
lieferten sie ihm aus. Ja ihrem ftcidtisthen Clerus, der 
sich schon seit geraumer Zeit u1n die kirchlichen Verordnuui 
gen wenig gekü1nmert, machten sie ziemlich gute Ordnung. 
Aber iiberdiesz war ihnen auf dem festen Lande die Kirche 
von Verona durch J. Matten Giberti auf das trcfflichste 
eingerichtet worden. An seinem Beispiel hat man zu zei: 
gen versucht, wie ein wahrer Bischof leben 1niisse:I seine 
Einrichtungen haben in der ganzen katholischen Welt zum 
Muster gedient: das tridentinische Conciliun1 hat eine und 
die andere aufgenom1nen. Carl Borromeo liess sich fein 
Bildnis malen, um sich fortwährend an seinen Vorgang zu 
erinnern. 
Einen noch größer11 Einfluß aber hatte Carl Vorm: 
n1eo selbst. Bei den mancherlei Würden und Aemtern die 
er besaß gis er war unter andern Groszpenitenziere,  als 
das Oberhaupt der Cardinäle die sein Ohein1 gewählt, 
hätte er in Rom eine glänzende Stellung einnehmen köns 
neu: aber er gab alles auf, er sc;lng alles ans, um sich 
in seinem Erzbisth1nn Mailand den kirchlichen Pflichten 
zu widmen. Er that dies; mit ungemeiner Anstrengung, 
ja mit Leidenschaft. Jn allen Richtungen bereiste er forti 
während seine Diöces: es gab in derselben keinen Ort, 
den er nicht zwei, drei Mal besucht hätte: in das höchste 
Gebirge, in die entlegensten Thaler verfügtc er sich. In 
         
man singulare ex .Jo. Matthaeo Giberto episcopo exp:sessum at. 
que propositum. Geschrieben l556 und ursprünglich für England 
beßimmt. Opera Gibektj p. 252.
        

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