Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-158108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-162297
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Buch III. 
Die 
VäpfXe 
Um 
d. Mitte 
16 Jixhrhs 
Der Weg war geebnet. ,,Man konnte nunmehr,U sagte er 
selbst, ,,auf die Schwierigkeiten eingehen, diein der Sache lagen.Us 
Noch schwebte die alte Streitfrage über die Nothtvcni 
digkeit der Residenz und das göttliche Recht der Bischöfe. 
Lange zeigten sich die Spanier in ihren Lehrsätzen hierüber 
nnerschütterlich: noch im Juli 1563 erklärten sie dieselben 
für eben so unfehlbar als die zehn Gebote: der Erzbischof 
von Granada wünschte alle Bücher verboten zu sehen, in. 
denen das Gegentheil behauptet werde:1 bei der Redac.: 
tion des Decretes ließen sie sich hierauf dennoch gefallen, 
daß ihre Meinung nicht ausgesprochen wurde. Sie be: 
gnügten sich damit, dasz man eine Fassung annahm, bei 
der es ihnen allenfalls auch noch ferner möglich blieb, ihres 
Ansicht zu verfechten. Gerade diese Doppeldeutigkeit fand 
Lainez an dem Decrete lobenswiirdig.I 
Auf ähnliche Weise ging es mit der andern Strei: 
tigkeit, über die Initiative, das ,,proponentibus legatis.U 
Der Papst erklärte, ein Jeder solle fordern nnd sagen diir: 
sen, was ihm nach den alten Concilien zu fordern und zu 
sagen zustehe: doch hütete er sich wohl, das Wort ,,vor: 
schlagenU hiebei zu brauchen.3 Es ward eine Auskunft ge: 
I. Scrjttu1sa ne1le letters e memokie del nu11soio ViscontiII,174. 
L. ,,Ejus verba in utri1mquc partem pic3 satis passe expouiU. 
PaIeottv bei SNeI1dhat11 Mcmoirs of the cou11cjl of Ttent F. 262. 
Vorgefdhlagen war der Sah: epjscop0s esse a Christo institntos; 
beliebt ward: esse 11jera1seI1iam divina orcIins.tj0ne institutam, quae 
o0nstat ex episcopis, p1sesbyte1sis et ministris. Es war vetgebs 
lich, daß einige ordinatio11e peeu1iari, andere institutione Vorschlag 
gen. Der Bischof Mendoza von Salamanca sthreibt dem geschickt: 
ten Ccuerd0J Verfahren des Carbiual Morone den günstigen Erfolg 
zu. Bei Villa11ueva II, p. 427. 
Z. Pallavicini 23, 6, 5. 
        

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