Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-158108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-162121
Pius 
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Seite zur Beileg1u1g der in der katholischen Welt aufgcrcg, 
ten Entzweinngen sogar unendlich viel beitragen 1uuszte. 
Paul IV hatte gemeint, es sei mit die Bestinnuung 
eines Papstes, Kaiser nnd Könige zu unterwerfen: deshalb 
hatte er sich in so viele Kriege nnd Feiudseligkeiten gestürzt. 
Pius fah den Fehler u1n so besser ein, weil ein Vorgän: 
ger ihn begangen, mit dein er sich ohnedies3 in Widerspruch 
fühlte. ,,Datnit haben wir England verloren,ts rief er aus, 
,,das wir noch hätten erhalten können, wenn man Cardi: 
nat Poole besser unterstützt hätte: dadurch ist auch Schott: 
land verloren gegangen: während des Krieges sind die dent: 
schen Lehren in Frankreich 4eingedrnngen.U Er dagegen 
wünscht vor allein den Frieden. Selbst einen Krieg mit 
den Ptotestanten mag er nicht: den Gesandten von Sag 
voyen, der ihn 1nuUuterstiit31n1g zu einem Augriff auf 
Genf ersucht, unterbricht er oft: ,,was es denn für Zeiten 
seien, um ihm solche Vorschriften zu machenP er bediirfe 
nichts so sehr wie den FriedenZH Er möchte gern mit 
Jedermann gut stehen. Leicht gewährt er seine kirthlichen 
Gnaden, und wenn er etwas abzuschlageu hat, thut er  
geschickt, bescheiden. Er ist überzeugt, und spricht es aus, 
daß sich die Macht des PapstesZ ohne die Autorität der 
Fürsten nicht länger halten könne. 
Die letzten Zeiten Pauls IY waren damit bezeichnet, 
1. Mula: 14 Febr. 1561.  Pius bat ihn zu berichten: ,,o11e 
11avemo animo di state in packe, e ehe non sapemo niedre di 
.questi pensicki del duckt di Savoia, e ei mamvig1iamo ehe vada 
scercando queste cose:sn0n S: tempo da karg 1Iimpresa di Give. 
visit nd da kais ge11era1i. Sc1sivete ehe siam0 co11stanti in quosta 
0piniono di staats in paoe.U
        

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