Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-158108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-162025
Paul 
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Sinne versannnelten Parlan1ents bestätigen, Beschlüsse, von 
denen einer die Messe bei Todesstrase absihasste. 
Und so war es zum guten Theil einetReaction gegen 
die von dem Papste begiinstigten französischen Ansprüche, 
was den Sieg des Protestautismus in Großbritanuien ans 
immer feststellte.  
Nicht etwa als ob die innern Antriebe der Protestani 
tisch:gesinnten von diesen politischen Bewegungen abgehan: 
gen hätten: sie hatten eine bei weitem tiefere Begründung; 
aber in der Regel trafen die den Ausbrnch, Fortgang nnd 
die Entscheidung des Kampfes herbeiführenden Momente 
mit den politischen Verwickelnngeu genau zusammen. 
Selbst aus Dentsehland hatte eine Maßregel Pauls IV 
noch einmal vielen Einfluss. Daß er sich in alter Abuei: 
gnug gegen das Haus Oestreiih der Uebertragnng der kais 
serlicheu Krone widerselzte, tiöthigteFerdi1ia11d I auf die Er: 
haltung seiner Freundschaft mit protestantischenVerbiindeten 
noch mehr Rücksicht zu nehmen als bisher. Seitdem war 
es eine Vereinigung der ge1näszigten Fürsten von beiden 
Seiten, welihe Deutsd;land leitete, unter deren Einflnsse sieh 
zunächst der 1Iebergangi niederdeutsiher Stifter an prote: 
stantische Verwaltungen vollzog. 
Es schien als sollte das Papstthn1n keinen Nachtheil 
erfahren, ohne durch seine politischen Bestrebungen aufs eine 
oder die andere Weise selbst dazu beigetragen zu haben, 
Ueberblicken wir aber in diesem Moment einmal von 
der Höhe von Rom ans die Welt, .wie ungeheuer waren 
die Verluste, welche das katholische Bekenntnisz erlitten hattet 
Scaudinavien und Britannien abgefallen: Deutschland fast
        

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