Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-151319
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-155916
T394 
Guicciardini7s 
Schilderung der 
florentinijchen 
Zustände. 
gegen die Medici ausgetretenen Familien sind theils nie wieder 
zu einer politischen Rolle gelangt, theils haben sie sich an den 
Siegeskarren schmieden lassen. So ist es den Peruzzi, den 
Gianfigliazzi, den Pitti und andern ergangen. Erstere, alt 
und reich und berühmt, blieben seit Cosimo7s de, Medici 
Rückkehr von den Aemtern ausgeschlossen. Von den Strozzi 
waren die beiden einst einflußreichen Linien gewissermaßen 
fremde geworden, während die berühmteste erst jetzt zu vollem 
Glanze gelangte. 
Wenn Lorenzo de7 Medici um sieh blicke, brauchte er 
keine Vesorgniß vor Wiederholung solcher Opposition zu hegen, 
wie sie die Autorität seines Großvaters und Vaters ge: 
sährdet hatte. Auch gewaltsamen Versuchen schien der Boden 
entzogen, Tendenzen aber, wie sie nach seinem Tode hervor: 
traten, waren kaum erst im Keime vorhanden. Francesco 
Guicciardini hat diese Zustände in wenigen Sätzen geschildert. 
,,Die Stadt war in vollkommenem Frieden. Die Bürger, in 
deren Händen die Verwaltung lag, hielten fest zusammen, die 
von ihnen geführte und gestüyte Regierung war so mächtig daß 
keiner ihr zu widersprechen wagte. Täglich sah sich das Volk durch 
Feste, Schauspiele, Neuigkeiten unterhalten; es kam ihm zu: 
gute daß die Stadt an Allem Ueberfluß hatte, Handwerke 
und Geschäfte in vollem Flor standen. Die Männer von 
Talent fanden ihre Rechnung dabei, daß Künste nnd Wissen: 
schasten mit großer Liberalität gefördert, und die welche sie 
ausübten geehrt wurden. Diese im Innern ruhige und fried: 
fertige Stadt genoß im Auslande hoher Achtung und großen 
Ansehens, weil sie eine Regierung mit einem Haupte voll 
Autorität hatte, weil ihr Gebiet neuerdings erweitert worden, 
weil die Rettung Ferrara7s wie die des Königs Fermate 
wesentlich ihr Verdienst gewesen, weil sie über Papst Jnnocenz
        

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