Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-151319
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-155080
Friede 
Zwischen 
Vlll. 
Jnnocenz 
und Neapel. 
311 
wahre Absicht erforschen und dann mit den Bundesgenossen 
sich benehmen. Jn Allem was ehrbar sei, werde man den 
alten Verbindlichkeiten gegen Frankreich Rechnung tragen. 
Die Antwort, bemerkt Francesco GuicciardiniIs, war vor: 
sichtig, denn nicht blos Gesandte des Herzogs sondern auch 
königliehe CfranzösischeJ waren erschienen, und schon der Handels: 
leute wegen mußte man behutsam vorgehn. Die Angelegen: 
heit weckte doch vielfach Bedenken, so daß Lorenzo de7 Medici, 
der wohl wußte wie die gesan11nte Bürgerschaft am franzö: 
fischen Hause hing und wie verhaßt hinwieder König Ferrante 
war, in Vesorgniß gerieth, die Last möchte für seine Schultern 
zu schwer werden, umsomehr als der Anschluß an den König. 
vielen der vornehmsten Bürger widerwärtig gewesen war. 
So würde er vielleicht seine Politik geändert haben, obschon 
Venedig Cwo sein Schwager .Vernardo Rucellai als Gesandter 
weilteJ, welches nicht gerne neue Fremde in Jtalien sah, 
sich dem Könige zuwandte, hätte nicht plöhlich der Friede 
Alles beruhigt. 
Am Nachmittage des 11. August 148t5 wurde dieser 
Friede unter Vermittlung des spanischen Gesandten Grasen 
von TendilIa und des Erzbischofs von Mailand wie Gian: 
Jacopo Trivulzio,s für den Sforza, durch Cardinal Giovanni 
Michiel für den Papst und Gioviano Pontano für Neapel, 
in Rom abgeschlossen. König Ferrante sollte die Oberherr: 
lichkeit der Kirche nochmals förmlich anerkennen, den Lehn: 
Zins zahlen, Aquila unter Bewahrung seiner Freiheiten er: 
Halten, die zur Obedienz zurückkehrenden Barone nicht be: 
lästigen, ihnen inbetreff ihres Aufenthalts und ihrer Familien: 
Verbindungen volle Freiheit lassen. Diese Bedingungen sollten 
II 
pelli 
ti0rentina Kap. 8. 
i286 enthalten vieles, 
Die ferraresijchen Berichte, bei Cap: 
was in die Lage der Dinge blicken läßt.
        

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