Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-151319
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-154152
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Sandro 
Fkkippino 
und 
Botticelli 
Lippis 
verschiedene Madonnen und Heilige wie allegorische Bilder 
besiyt, unter jenen die Krönung der Madonna, die er im 
Auftrag der Seidenwirkerzunft für die Kirche von Sau Marco 
malte Es. Nicht in historischen Bildern allein brachte Botti: 
celli Bildnisse an: er malte auch selbständige Porträts. Los 
renzo7s Mutter, und die angebliche Bella Simonetta gehören 
dazu, Giuliano,s frühverstorbene Geliebte, anmuthig in ihrer 
Naivität und Einfachheit, die sich von Ausdruck und Haltung 
auf die anspruchslose Kleidung erstreckt, beide. Profilköpfe im 
Contour vielleicht etwas übertrieben, wie es diesem Künstler 
eigen war Es. Wie nahe BotticelIi den Medici stand, ergiebt sich 
aus dem Umstand daß er es übernahm, nach der Verschwörung 
der Pazzi die Bildnisse der Verschworenen auf die Wand des 
Palastes des Podestä zu malen 3s.  
Wird gleich nur ein einziges von Filippino Lippi für 
Lorenzo de7 Medici ausgeführtes Werk erwähnt, das nnvollen: 
dete, ein Opfer darstellende Fresco in der Halle zu Poggio 
a Cajano, so weiß man doch von den vertrauten Beziehun: 
gen in denen sie zu einander standen. Wie der Auftrag 
II Ga1leria de1l7 Am. de1le B. A., gest. v. F. Livy. 
2s Lucrezia Tornabuoni Medici, im Berliner Museum CN0. 81J; sälsd;: 
lich als Gemaslin LorenzoIs, ein auch bei Crowe:Eavalcaselle a. a. O. 
S. 173 wiederholter Jrrthum Vas:ari7s, der in der Lemonniersrhen Aus: 
gabe a. a. O. S. 121 verbessert war. Die Bella Simonetta im Pal. Pitti, 
gest. von L. Calamatta im Bardi7schen GalIeriewerk. , 
Z; Vgl. Bd. I. S. 405 G. Milanesi Giarn. stor. d. A. t. Bd. VI. S. D. 
Crowe : C ad al c aselle Bd. III. S. 159 sehen seltsa1nerweise in diesem Auf: 
trag ein Zeugnis; von Botticelli7Z  Schätzung als Künstlern. Zu diesen Schand: 
bildern, welche auch säu1nige Schuldner straften, wie im J. 1425 Ranuccio 
Farnese CG a h e a. a. O. Bd. I. S. 550J, gaben die Maler sich nicht gerade gerne, 
und wie es scheint nur gegen hohen Lohn Lin diesem Falle vierzig Gulde11J 
her. Andrea dal Castagno, welchem Vasari einst irrig die Anfertigung 
dieser mehr als zwanzig Jahre snach seinem Tode entstandenen Malereien 
zuschrieb, erhielt infolge einer ähnlichen Arbeit vom I. 1435 den Bei: 
tranken ,,degli JmpiccatiH, welchen der arme Andrea del Sarto während 
der Belagerung 1530 ebenfalls gefürchtet zu haben srheint.
        

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