Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-151319
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-154111
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Lorenzo7B 
des 
Medici 
Steinschneidekunft. 
Förderung der 
der 11ssizien. Giovanni delle Corniuole hat sieh nach den 
Mustern der Mediceischen Sammlung gebildet und die 
Meistersdhaft erlangt, die man vor allem an seinem berühmten 
Kopfe Fra Girolamo Savonarola1s bewundert. Mit ihm 
wetteiferte der Mailänder Domenico de, Cammei, welcher 
namentlich für Lodovico il Moro arbeitete, und dem man 
unter anderm das Bildniß Lorenzo7s de, Medici in einem 
dreischichtigen Onyx zuschreibt, welches man nebst dem des 
Dominicaners in der Sammlung der Ussizien sieht. Manche 
Steine, so mit mythologischen Darstellungen wie mit andern, 
auch aus der h. Geschichte, sind Werke gedachter Zeit, die 
zugleich wol antike Arbeiten copirt hat. Der Name Lorenzo7s 
de, Medici, den man in Florenz wie anderswo auf vielen 
Steinen liest, mahnt an den vormaligen Reichthum, von 
welchem lateinische Verse wie Zeugnisse von Zeitgenossen 
Kunde geben1I. 
Im Faehe der Malerei treten wir in die Epoche der 
Entwicklung jener Richtung, die in Masaccio zum Durch: 
bruch kam und mit der Schwesterkunst der Sculptur in so 
1I Vasari im Leben des Valerio Vicentino Bd. IX. S. 236 ff. 
G. Pelli giebt in dem saggi0 ist.oric0 della R. GsaIleria di Fi1senzcs 
lFlor. 1779. Bd. I. S. 8 ff., Bd. 1I. S. 9 ff.J Auskunft über die Medi: 
ceisc;en Sammlungen, von denen mittelst der BourbonisäJ:Parma7schen 
Erbschaft Indem nämlich durch Margarethe von Oeftreich, Herzog Alessan: 
dro78 de7 Medici Gemalin, vieles aus dem Hause an ihren Sohn zweiter 
Ehe Alesfandro Farnese und beim Aussterben der Farnefen an die spani: 
schen Bourbonen kamj blos in das Museum zu Neapel leinft im Palast 
von CapodimonteJ über zwanzig Cameen mit Lorenzo7S de7 Medici Namen 
und eine große Zahl in Ringe gefaßter Gemmen gelangten. Die Frage, 
ob alle mit diesem Namen oder den Siglen L. M bezeichneten Steine 
modern, oder aber ob Name und Siglen auch in antike Steine zur Kenn: 
zeichnung des VesiYerZ eingegraben worden sind, kann hier unerörtert ge: 
lassen werden. Das Sinngedicht: ,,C0elatum a.rgent0 vel fulv0 quids 
quid in au1s0 est  aedibus hoc: Laurens vic1imus esse tuis4i U. s. W. 
bei Vandini im Catalog der Laurentian. Hss. Bd. 11l. S. 545.
        

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