Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-151319
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-153859
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FTIippo 
und fein Palast. 
St:ozzi 
hinlänglich gesorgt hatte, beschloß er, der mehr an Ruhm 
als an Geld dachte,sund von Natur baulustig wie baukundig 
kein besseres und sichereres Mittel kannte seinen Namen auf 
die Nachwelt zu bringen, ein Gebäude zu errichten, das ihm 
und den Seinigen in wie außerhalb Jstaliens einen Namen 
machen könnte. Ein nicht geringes Hindernis; stellte sich ihm 
jedoch in den Weg. Da es nämlich dem an der Spitze der 
Regierung stehenden Manne in den Kopf kommen konnte, 
fremder Ruhm stelle seinen eignen in Schatten, so fürchtete 
er irgendwie Neid zu wecken. Deshalb begann er durch 
Andre in der Stadt zu verbreiten, er habe so viele Kinder 
und eine so beschränkte Wohnung, daß er, nun er sie in die 
Welt gesetzt, auch für ihr Unterkommen sorgen müsse, was 
er bei seinen Lebzeiten weit besser thun könne als sie nach 
seinem Tode. So fing er mit allerlei Umschweisen erst mit 
Maurermeistern dann mit Baukünstlern über das Bedürfniß 
einer neuen Wohnung zu reden an. Bisweilen stellte er sich, 
als denke er bald zu beginnen; ein andermal that er, als 
wäre er noch unentschlossen, und als verbrauche er nicht 
gerne binnen kurzer Zeit den Ertrag vieljähriger Arbeit nnd 
Mühe. So verhehlte er schlauerweise Jedem Absicht und 
Zweck, nur um diese besser zu erreichen. Er wiederholte, ihm 
genüge ein bequemes bürgerliches Haus, anständig nicht 
prachtvoll. Maurer und Baumeister trieben nun nach ihrer 
Art seine Plane ins Große, was Filippo gerne sah, obgleich 
er das Gegentheil blicken ließ, indem er äußerte, sie nöthigten 
ihn zu dem was er nicht wolle noch könne. 
,,Nun traf es sich noch, daß der welcher die Geschicke 
der Stadt lenkte, dieselbe durch Schmuck aller Art verschönert 
Landucci7s eines ApothekerZ über Anfang und Fortschritte des Baues, und 
Filippo7s Testament. Vasari handelt ausführlich von dem Palast wie von 
dem Kunftfchmied Caparra im Leben Cronaca7s, Bd. V111. 116 ff.
        

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