Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-151319
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-152797
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PvIizian 
Madonna 
nnd 
Cslarice. 
,,ich werde Sorge für ihn tragen,.wie es sich für eine Mutter 
ziemt, bitte aber auch euch, für die Kinder wie für mich euch 
zu .erhalten.tt Polizians Erziehung besriedigte sie nicht. 
Nicht daß sie überhaupt wider ihn eingenommen gewesen 
wäre: vonsdem einst zwischen ihnen bestandenen guten Ver: 
hältniß szeugen die Briefe, die er bei verschiedenen Anlässen, 
wenn er mit Lorenzo von Florenz abwesend war, an sie 
richtete H. Er Verwandte auf seinen jungen Zögling, dessen 
Schreiben und Stilproben er dem Vater sandte, große Sorg: 
falt. ,,An meiner Aufmerksamkeit und Treue, schrieb er am 
20. September von Pistoja ans an Lorenzo, soll es nicht 
fehlen. Jch weiß was ich Eurer Magnisic:enz skhulde, und 
empfinde für Piero 1md eure andern Kinder eine Zuneigung, 
welche der des Vaters nichts nachgiebt. Ereignet sich gelegentlich 
etwas Unerfreuliches, so werde ich mich es zu ertragen be: 
mühen, aus Liebe zu, euch dem ich Alles danke.E Diese 
Worte deuten bereits auf ein beginnendes Zerwicrfniß. Vier 
Wochen vorher hatte er geschrieben: ,,Jch beschäftige mich mit 
Piero und ermuntere ihn zum Schreiben, nnd ich glaube in 
wenigen Tagen werdet ihr einen Brief erhalten der euch in 
Staunen versetzen wird. Wir haben hier einen Lehrer, der 
in vierzehn Tagen im Schreiben unterrichtet, sodaß es ein Wunder 
scheint. DiesKinder unterhalten sich mehr als gewöhnlich 
und sind recht aufgebläht. Piero kommt nie von meiner 
Seite. Ah möchte euch in größeren Dingen zu Diensten 
sein; da dies jedoch meine Ausgabe ist, erfülle ich sie mit 
Freuden. Ich bitte euch aber entweder brieflich oder durch 
einen Boten Sorge zu tragen, daß meine Autorität nicht 
U Polizians Briefe an Madonna Clarice cvgl. Bd. II. Buch VI. 
Kap. 3J finden sich bei del Lungo, Pr0se v01gari S. 45 ff., wo auch 
dessen SkIJreiben aus Pistoja, Cafaggiuolo, Careggi, Fiesole an Lorenzo 
und dessen Mutter, die zumtheil schon von Fabroni gedruckt waren.
        

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