Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-144466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-145596
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des ersten Katasters. 
Ergebnisse 
Steuer verpflichtet, während sie auch sonst Abgaben Unterlagen, 
von denen die Bewohner der Landschaft sonst frei blieben. Die 
Abschät;,ung sollte auf je drei Jahre gültig sein. Fünf Register 
wurden angelegt. Das erste war das der Bürger; das zweite 
das der Bewohner der Landschaft, bei welchen verschiedene 
Nüancen in Betracht gezogen wurden, und der Bauern; das 
dritte das des Clerus; das vierte das der Zünfte als Cor: 
porationen mit Grundeigenthum, wie namentlich bei der Wol: 
leni, Seiden: und Wechslerzunft der Fall war, endlich das 
fünfte der nicht zum Staatsverbande gehörenden, aber im 
Territoriu1n begüterten oder gewerbtreibenden Individuen. 
Blickt man auf die Ergebnisse des ersten Katasters für 
die Jahre 1427s1430, so gewinnt man klare Einsicht in die 
Vermögens: und Verkehrsverhältnisse der Hauptstadt und des 
Staates. Das Gesam1ntcinkon1men der Bürger von Florenz, 
damals 90s95,000, wurde in runder Summe zu 620,000 
Goldgulden abgeschäZt, was, unter Annahme eines dreisachen 
Geldwerthes, heute fünf Millionen Thaler gleichkommen würde. 
Die Steuer warf 25,300 Goldgulden ab, die der Landschast 
18,500. Zweiundreißig Familien zal;lten über 100 Gulden 
Steuer, zweihundert zahlten im Ganzen über .12,800 Gulden. 
Die höchste Steuer, nämlich 507 Gulden, zahlte Palla Strozzi, 
was ein steuerpflichtiges Vermögen von 10l,400 Gulden, nach 
heutigem Werth gegen 820,000 Thaler vorausseizt. Giovanni 
de, Mcdici erscheint als der zweite mit 397 Gulden, dann 
kommen zwei Linien der Panciatichi, Franeeseo Tornabuoni, 
Niccold da Uzzano und Bernardo Lamberteschi mit mehr als 
200. Der Werth des im Besihe des Clerus, der Mehrzahl 
der Wohlthätigkeitsanstalten und der Zünfte im Gebiete der 
Republik befindlichen Grundeigenthums wurde zu 1,577,000 
Gulden geschäht, das Einkommen des Clerus und der 
WohlthätigkeitssAnstalten zu 130,000. Die von Abgaben
        

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