Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-144466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-150767
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nicht unbedeutenden Orte des obern Arnothals geboren. Sein 
Vater war ein geschickter Wundarzt, der nach Florenz zog, wo 
unter andern die Mediei sich seiner bedienten. Auf der dori 
tigen Hochschule gebildet, scheint der Sohn achtzehni oder neuns 
zehnjährig in das Mediceische Haus gekommen zu sein. Er 
sagt selber, er habe zwei Väter gehabt, Ficino und Cosimo 
del Medici. Von dem Einen sei er gezeugt, von dem Andern 
wiedergeboren worden; Jener habe ihn dem Galen gewidmet, 
dieser dem göttlichen Platon geweiht, Beide Aerzte, für den 
Leib der Eine, der Andere für die Seele. Der Jüngling 
täuschte Cosimo7s Erwartung nicht. Von zarter Körperbei 
schaffenheit, vereinte er lebendiges Gefühl für Poesie und 
Musik mit tiefem und feinem Sinn für Erforschung so der 
Naturerschejnungen wie der Lehren der alten Weltweisheit. 
Das Studium der platonischen Lehre begann er bevor er 
Griechisch verstand, aber auch, ohne den Rath Cosimo7s und 
seines um neun Jahre ältern Freundes Landino würde er sich 
mit der meist ans spätrömischen Schriftstellern geschöpften uns 
vollkommenen Kenntniß schwerlich begnügt haben, da nicht 
blos die vorherrfchenden Tendenzen der Zeit sondern die eigene 
Geistesrichtung ihn auf den Urquell hinweisen mußten. Als 
Marsilio seine griechischen Studien anfing, nämlich im J. 1456, 
muß Johannes Argyropulos, der um die Mitte des Jahr: 
hunderts für die Kenntniß der Sprache und Literatur seiner 
GalIetti Phi1ippj Vi11ani Liber etc. S. 183s214. L. Galevtti, 
Saggjo intorno alle. vita e ag1i scritti di M. F., im Arch st0r. Ita.1. 
Serie 11. Bd. IX. Th. 2. S. 25 ff. cFleißige Zusammenstellung Von 
Ficino7s Ansichten, namentlich über Religion, und vorzugsweise aus seinen 
Briefen.2 Ausg. der Werke, Basel 1576, wo im I. Bande die zwölf Bücher 
Briefe. Von den Briefen giebt es eine italienische Uebertragung: Lettere di 
M. P. tradotte per M. Felice Figljucci Senese, Venedig 1556. Fieino 
hat seinen Commentar zu Platons Gastmal und sein Buch von der christi 
lieben Religion auch italie11isch bearbeitet. Ausg. des erstern Flor. 154;, 
des zweiten Flor. 1568. CGamba, Testi di lingua, 1u97, 1098.J
        

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