Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-144466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-149943
eines 
Nothwendigkeit 
Abkom1nens. 
Lodooico 
Sforza. 
477 
einem Abkommen. Aber es widerstrebte ihm auf dessen Eröffs 
nungen einzugehn, ohne Zweifel nicht etwa weil er darin eine 
persönliche Gefahr argwohnte, sondern weil er voraussah, daß 
eine Verständigung mit König Ferrante für die florentinischen 
Verhältnisse politische Folgen haben werde, die ihm nicht un: 
bedenklich erscheinen konnten. Er sagte sich selber, seine Stellung 
werde eine ganz andere sein, wenn er in günstigerer Lage 
die Unterhandlung beginnen könnte, und dazu könne ihm nur 
kräftige Unterstützung der Verbündeten verhelfen, namentlich die 
Vermittlung Lodovico Sforza7s, welcher, seit er Herzog von 
Bari geworden, in noch nähere Beziehungen zur neapolitanii 
schen Herrscherfamilie getreten war welcher seine Schwester 
angehörte. Mit ihm, der in Mailand immer größere Autorität ers 
langte, stand Lorenzo nun in fortwährender Verbindung, unmittel: 
bar wie mittelbar. Seine Ansicht von der Lage der Dinge ist 
am klarsten in einem Schreiben ausgesprochen, das er am 
25. September an Girolamo Morelli nach Mailand sandte O. 
,,Die gemachten Bemerkungen, heißt es in diesem Schreiben 
nach Erwähnung von Vorschlägen inbetreff der Pazzi, können 
nur ans einer schlimmen Meinung hervorgehn, die man dort 
von unsern Angelegenheiten hegt, und obgleich das was vors 
gefallen ist diese Meinung theilweise rechtfertigt, so liegt die 
Sache doch keineswegs so wie man sich dort vorstellt, sondern 
die ungünstige Ansicht erklärt sich durch eine falsche Auffassung 
Auf welche ihr selbst hindentet. Jch wünsche dem Herrn Los 
dovieo diese Wahrheit zu Gemüthe zu führen, indem ich ihm 
zeige, wie unsere Lage stark und schwach sein wird, je wie 
Se. Herrlichkeit will. Denn hier in unserem Innern giebt es 
Nicht Einen der einen Finger aufhebt, und selbst wenn man 
Uns von dorther im Stich ließe, hege ich geringe Besorgniß 
Med. 
Archiv.
        

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