Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-144466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-149876
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der 
Lage 
Medici. 
de7 
Seine Thätigkeit war groß und vielseitig gewesen. Um 
freier zu sein, wol aber ebensosehr der in Florenz herrschenden 
Seuche wegen, welche Tausende hinwegrasfte, hatte er bald nach 
dem Ausbruch der Feindseligkeiten Frau und Kinder erst nach 
Pistoja, dann nach seiner Villa Cafaggiuolo gesandt, zu 
Anfang unter dem Beistande seines Oheims Giovanni Torna: 
buoni. Er verließ die Stadt nicht, wo es genug für ihn zu 
thun gab. Seit der Verschwörung lag die Summe der Ges 
schäfte mehr als je in seiner Hand, und eine Verfassung 
welche eine so co1nplicirte Maschinerie hatte, machte in so 
drangvoller Zeit eine sichere und eonsequente Leitung um so 
nöthiger. Im ersten Jahre des Kampfes konnte man, uns 
geachtet der Uebermacht des Feindes, bei dessen schlaffer Krieg; 
führung immer noch auf Erfolg hoffen. Der zweite Frühling 
brachte keine Entscheidung; das glückliche Gefecht am Trasi: 
nien wurde durch die Ereignisse im Elfathal mehr als aufs 
gewogen. Lorenzo mußte auf einen Vergleich sinnen, wenn 
er sich nicht der Gefahr blosstellen wollte, einen solchen Vers 
gleich auf ihm nachtheilige Weise abfchließen zu sehn. Denn 
während mit den Waffen so wenig ausgerichtet wurde, war 
von diplomatischen Verhandlungen nicht mehr zu hoffen. Wie 
wenig die in Rom eingeleiteten fortschritten, haben wir ges 
sehn. Es stand nicht zu erwarten, daß sie günstigern Er; 
folg haben würden, nun man sich militärisch in so entschiedenem 
Nachtheil befand. Man hatte nicht aufgehört, bei Ludwig XI. 
zu unterhandeln, Mailand durch Carlo Viseonti und Giovann7 
AndreDa Cagnola, Florenz durch Franceseo Gaddi, welcher 
einer stets in guten Beziehungen zu den Medici gebliebenen 
Familie angehörte. Der französische König war der Einzige, 
der sich dieser beiden Mitglieder des Bundes mit Wärme ans 
nahm  mit Venedig hatte er oft Differenzen. Theils 
war er jedoch zu sehr durch seine eignen Interessen, damals
        

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