Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-144466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-148691
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Six:us 1v. 
nnd Federigo 
Von Montefeltro. 
Daß Federigo von Montefeltro, auf welchen die Republit 
bauen zu können glaubte, sich dem Papste anschloß, war für 
sie ein empfindlicher Schlag. Der Feltrier, ein Mann von 
Geist und Bildung und ein guter Herr seines kleinen Staates, 
war zu schwach um eine eigne Politik zu befolgen und hing 
von den Umständen ab, während die Condottierennatur auch 
in ihm überwog. Er hatte im Colleonischen Kriege der Res 
publik treu gedient, in der Malatesta7schen Fehde dem Papste 
widerstanden: nun trat er auf die Gegenseite. König Ferrante, 
der die militärische Tüchtigkeit Federigo7s wohl kannte, hatte 
ihn an sich herangezogen; Sixtus IV. hatte die Hand dazu 
geboten. Während der Belagerung von Cittä di Castello, am 
23. August 1474 erfolgte die Verleihung der Herzogswürde. 
Es blieb nicht dabei: der neue Herzog wurde ganz an das 
päpstliche Interesse gekettet. Durch die Gewinnung von Jniola 
hatte Sixtus IV. begonnen, mit den Seinigen festen Fuß 
in der Romagna zu fassen. Nun leitete er eine Verbindung 
mit einem der ältesten Geschlechter der Provinz ein, indem er 
von Federigo die Zusage der Hand seiner ältesten Tochter 
Giovanna für seinen Neffen, den Bruder des Cardinals Gius 
liano erlangte. Die Bedeutung dieser Verbindung lag auf der 
Hand. Der Herzog hatte von seiner nicht lange vorher ver: 
ftorbenen Ge1nalin Batista Sforza von Pesaro einen einzigen 
Sohn, Guidubaldo, ein schwächliches3 erst zweijähriges Kind. 
Ueberlebte dieser den Vater nicht, so kam das Erbe an die 
Töchter. Guidubaldo hat den Vater überlebt, aber, stets 
kränklich, ist er zur Zeit eines zweiten der Familie della No: 
vere angehörenden Papstes kinderlos gestorben, und Monte: 
feltro und Urbino sind, wie Sixtus IV. im Stillen hoffte, an 
den Sohn seiner Schwester gelangt, welche sich im J. 1475 
mit Giovanni della Rovere vermälte, dem sein Oheim das 
Vicariat von Senigallia mit Mondavio und nicht lange darauf
        

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