Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-144466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-147863
Lorenzo7s Verlobung. 
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einzelner Theile herrührt, als von der Anlage, einer durch zu 
viel Detail ermüdenden Relation eines an sich bedeutungslosen 
Vorgangs. Der Vergleich .mit einer spätern Dichtung über 
einen analogen Stoff hat dann die Mängel umsomehr ins 
Licht gestellt II. 
Lange noch nachdem das Turnicr von Sta Croce statt; 
gefunden hatte, fuhren Poeten fort, Lorenzo7s Liebe zu Lucrezia 
Donati zu feiern, fuhr Lorenzo fort, seine Empfindungen, 
Freude und Leid, Hoffen und Bangen in Steigen und Fallen 
in einer Reihe von Sonetten und Canzonen zu feiern, welches 
Dem, in dessen Hand Jahre hindurch die Geschicke seiner 
Heimat lagen, unter den Dichtern des 15. Jahrhunderts einen 
der ersten EhrenpläHe angewiesen haben. Aber während der 
Dichter sich so mit der Dame seiner Gedanken beschäftigte, 
nahm das Geschick des Mannes, des werdenden Oberhauptesi 
von Familie und Staat eine entscheidende Wendung. Als er 
das Kampsspiel hielt, war er seit längerer Zeit verlobt, ja das 
Kampfspiel war bestimmt, seine Verlobung zu feiernI Piero 
de, Mediei befolgte nicht den Grundsatz Cosimos, für den 
Sohn und Erben eine Braut unter den Töchtern des Landes 
zu wählen. Er scheint der Besorgniß vor dem Widerwillen, 
womit man in Florenz Verschwägerungen mit auswärtigen 
Baronalfamilien zu betrachten pflegte, nicht zugänglich gewesen. 
zu sein. Corso Donati, der Bruder jener Piccarda, hatte einst 
den Ausstand wider sich erregt der ihn das Leben kostete, weil 
er einer Tochter Ugueeione7s della Faggiuola, des mächtigen 
Parteihauptes und Freundes Dante7s, die Hand zu reichen 
beabsichtigte. Auch die Nachricht, daß Lorenzo del Mediei 
mit einem von Roms ältesten und größten Geschlechtern in 
1J Ja der oben LS. 260J erwähnten Elegie an Lorenzo spielt Polizian 
auf das Turnier an, welches auch von UgoIino Vieri CBerjnoJ besuns 
gen ward.
        

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