Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lorenzo de' Medici il Magnifico
Person:
Reumont, Alfred von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-144466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-147598
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Die 
von Montefeltro 
Grafen 
und Urbino. 
mit Stadt und Gebiet belehnte. Die von den Herren von 
Ferrara erlangten Reichslehen, in denen sie im J. l452 von 
Kaiser Friedrich III. den Herzogstitel erhielten, neunzehn 
Jahre bevor P. Paul II. Borso von Este denselben auch für 
Ferrara verlieh, machten ihre Stellung unabhängiger, als die 
anderer päpstlicher Feudatare, aber gewisse der Repul1lik Be: 
nedig gebliebene Rechte, wie die nicht immer freundliche Nach: 
barschaft am untern Po boten Anlaß zu Verwicklungen, die 
leicht gefährlich werden konnten. An Territorium und Macht 
unendlich geringer, befanden die Grafen und nachmaligen 
Herzoge von Urbino1J mit ihrem kleinen Lande sich zwi: 
schen Toseana und Umbrien, Romagna und Mark stcjatlich 
in demselben Verhältnisse. Ihre Familie war durch Friedrich 
den Rothbart mit dem gebirgigen Montefeltro belehnt wor: 
den, das den nordwestlichen Theil ihres spätern Staates 
bildete. Jm ersten Deeennium des 13. Jahrhunderts setzten 
sie sich sodann in dem unter päpstlicher Hoheit stehenden 
Urbino fest und dehnten allmälig ihren Besitz aus beiden 
Seiten des Gebirges, südlich durch Erwerb von Gubbio und 
Cagli, nördlich in weit späterer Zeit bis zum Adriatischen 
Meere aus; ein kriegerisches Geschlecht, das einst in Guido von 
Montefeltro den Gibellineni und Guelfenkän1pfen einen mann: 
haften Feldhauptmann gestellt hatte, und nun in Federigo, der 
im J. 1444 die Regierung antrat, einen der tüchtigsten und 
geachtetsten Condottieren aufzuweisen hatte, welchem nach: 
mais P. Sixtus 1V. den Herzogstitel erneuerte, den einst fein 
Bruder und Vorgänger getragen hatte. 
Dem Rechte nach nur von den Päpsten abhängig, waren 
die Malatesten, die Ordelaffi, Manfredi, Alidosi. Aber gerade 
II R. Reposati, Del1a Zecc:a di Gkubbi0, Bologna 1772. Janus 
Dennistoun, Memojrs of the Dukes of U1sbino, London 1851. F. 
Ugolini, stetig dei O0nti e Duchi d7Urbino, Flor. I859.
        

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