Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-133756
Wenzel, 
1378s 
s1400. 
647 
wandte sich das Kriegsgliick, besonders da in diesem Augenblick die Herren von Bitsch und 
Rofenberg neue Truppen gegen die ermüdeten Städter heranfiihrten. Auch des Greiners 
alter Feind, der Wolf von Wunnenstein, das Haupt des Schleglerbundes, soll zur Entscheii 
dung beigetragen haben. Zuerst flohen die rheinischen und fränkischen Söldner, bald wurde 
die Flucht allgemein.  So vollständig die Niederlage der Städter war, hatte sie nicht die 
entscheidende Bedeutung, welche Sage und Dichtung ihr zuschreiben; vielmehr nahm der 
Krieg feinen Fortgang. Nicht allein an der Donau. wurde gekämpft: auch am Rhein stritt  
ein Theil der rheinischen Bundesstädte.gegen den Pfalzgrafen Ruprecht II. Mit 
welcher Erbitterung man sich hier befehdete lehrt ein Vorgang, der sich nach einem für 
die Städter unglücklichen Treffen .bei Wams lNovember 1388J ereignete. Unter den 1388 
Gefangenen befanden sich sechzig Knechte, des ,,Blutharstes.U Es waren arme.Landleute, 
die, durch den Krieg brotlos und obdachlos geworden, das Kriegsheer begleiteten, um am 
Raube theilzuneh1nen. Gewiß hatten sie im pfälzischen Lande schlimm gehaust, aber uns 
menschlich war die Strafe, die sie jeHt traf. ,,Jhr habt bei Nacht gegen mich gebrands 
stiftetH, rief der Pfalzgraf, ,,ich will ehrlicher sein und euch bei Tage brennen lassen.U 
Alle sechzig wurden in einen Ziegelofen geworfen.  
Erst als am Schlusse des Jahres 1388 in allen Parteien sich der Wunsch 
nach Frieden regte, griff Weuzel ein, der bisher eine unsichere, gleichgiltige 
Haltung eingenonnnen hatte. Dennoch war er zu bequem, den Boden seines 
Königreichs zu verlassen, er berief die Stände zu einem Reichstag nach Eger 
nnd verschob noch den nrspriiug: 
lich festgesetzten Termin, u1n   K 
seine Hochzeit mit der schönen , i   ff  
Sophia von Baieru zu be:   D  
gehen.    
Als dann im Frühling des  V  
Jahres 1389 sich wirklich eine Ei Jst siiikiZjsi.fJz:f;Hl   P Jst  , ,1s89 
glänzende Reichs3versam1nluug ssFHE1L72IFii   XX, 
in Eger eiufand, hatte er nur Es ,s,    
den Wunsch, die lästige Aufgabe il  F til   J  
möglichst schnell zu lösen; et    wiss. 
beabsichtigte eine allgemeine J       , iVk T.IIi,T 
Entscheidung zu geben und die , txiffisisff  W ,    .O 
Städte zumFrieden zu zwingen,     Jx9 is 
ohne sich auf lange Unter: E EIN L   
suchungen einzulassen. Am 2. s3.7s9.;2iCJH,  X 
Mai wurde den Stiidten in X.IJsi.HMOsk1sii.j, . 
Ober: nnd Niederschwabeu, im  XII   
Elsas3, an1 Rhein, in der  V 
WcttcraII, in FraUkcII Und ,,Sligi11umJ partie per c1ComiJnluJm XVOntzes1rIvC1nJ lio1nanotuImZ 
Baiern unter Ausdriicken der. st,ZWmiC,wSSW MFWW ,  
königlichen 1lugnade die Auf: 2a:idfksedek1sskeg2c arm Wsnzc12. 
lösung ihrer Bündnisse geboten.   
Drei Tage später wurde eine Landfriedensordnuug veröffentlicht. Die könig: 
lichen Rathe hatten sich auch das sehr bequem gemacht, indem sie den Laudfrieden,
        

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