Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-132607
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VIl. 
Das 
Zeitalter der Kreuzzüge und 
der Hohenstaufen. 
Asti u. s. w. Daher stammen denn Viele Ausdrücke im Geldverkehr; auch die Erfindung 
der Wechsel nnd das Wechselrer.ht hat in Italien seinen Ursprung. Das Wcchslergewerbe 
war im Mittelalter bei der Unzahl von Münzstätten now nothwendiger und verbreiteter 
als heutzutage. Das Verhältnis; des Geldes zum Silber schwankte zwischen 1 zu 10 und 
l zu 12; die schönsten Goldmünzen dieser Epoche waren die A ugu steilen Friedrichs 1l., 
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 Goldencr AugustalFriedrichsIl. 
VUkdctfcikc: Des Jmpccc1tsk MTt IM.PCekhs  Rückseite: stehende: AdIkk im byzqk1ti: 
tokJ 1:0MCaaonwaJ 0E:sA.1x 4vGkustus;. nischen Stil mit ,,F1i1DIs:Ik1CVs.ss 
Diese prachtvollen Anquftaleu.fvFlen zu Brindisi geprägt worden fein: He stehen in ihrer charaltervo1lcn 
Schönheit allem m ihrer Epoche.  Sammlung Tanncnberg in Berlin. 
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Flokcntinisrher Goldgulden. 
    
Täufer mit Umschrift: Liliecdas Wappen von 
sCanotnsJ .10klANNIs1s FlorenzJ m.Umschrift: 
BIaptistaJ. PL0l11sJNT1A. 
Aus dem K. Münzkabinct zu Berlin. 
  
  
 
      
    
    
   
Venetia11ischct Dukaten. 
Vorders.: Der heil. Markus Rückseite: Christus imNim: 
  buS mit Z Sternen, und der 
Indes us t F : s1s1I 
 die Fahne, neben ;YZMEu11,eseI V4, 
derselben steht DvX. Hinter II I, Mc ,IJ9g,ZG1S 
dem h. Manns scs::ctasz EITHER I 
    
Aus dem K. Münzkabinet zu Berlin. 
die gangbarsten venetianische Ducaten und florcntinische Goldgulden CFl0s 
read, die zuerst im Jahr 1252 geschlagen wurden. lDie Abzeichen und Jnfchriften der 
Münzen sind sehr mannigsacher Art. Die florentiner Gulden zeigten auf der einen Seite 
Johannes den Täufer, auf der andern eine Lilie: das Reichsgeld, welches Friedrich I. in 
Aachen schlagen ließ, wies auf der einen Seite sein Brustbild, auf der andern das Karls 
des Großen.J 
Was die Volksbildung jener Zeiten betrifft, so war sie natürlich weit weniger 
allgemein als heutzutage; selbst ausgezeichnete Dichter, wie Wolsra1n von Eschenbach, 
konnten nicht schreiben. Der Unterricht selbst war noch vorwiegend in den Händen der 
Geistlichkeit und zielte aus die geistliche Bildung. Denn der Unterricht in den sieben 
,,sreien KünstenU CGrammatii, Rhetorik, Dialektik,  das ,,t1siviumtt  und Arithn1etik, 
Geometrie, Musik und Astronomie,  ,,quac11iviun1ssJ gewährte eigentlich nur die An: 
fangsgründe der Kenntnisse, die der zukünftige Geistliche brauchte. Obendrein vernachi 
lässigte man im is. Jahrhundert oft die sieben freien Künste zu gunsten unfruchtbarer 
philosophischer Spekulationen. Für die wahre Geistesbildung ist diese ,,scholastischeU Cschuls 
gerechteJ Philosophie trotz der meisterhasten Leistungen einzelner großer Geister  unter 
den Deutschen ragte hervor Albert der Große, geb. zu Lauingen, f 1280  ziemlich 
werthlos. Es war eine Ausnahme, wenn sich jemand wirklich wissenschaftlicher Forschung, 
der Beobachtung naturwissenschaftlidJer Dinge widmete, wie der geniale Friedrich II. Jm 
wesentlichen änderte sich in dem 1Interrichtsverfahren auch nichts, als die Biirgerschasten 
Schulen zu errichten begannen, denn Lehrer waren nach wie vor doch Geistliche, und in
        

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