Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-132005
.  , 
,,signum c1omioi 0ttonis quattj komanomm tegis i11victissimj.H 
Signum Ortes 1V. von einer Urkunde datirt ,,Brunswjc11ss CBraunfchweigJ 19. Mai 1209, 
stamn1end aus dem Erzftift Magdeburg, verzichtet zu Gunsten des Erzbis:hums auf verschiedene, bisher dem 
Reich zuständige Münz: und Zol1rcchte. Jetzt im Geh. Staatsarchiv zu Berlin. Nach dem Original um die Hälfte 
verkleinert. 
Nach altdeutsche1n Brauche unternahm nun Otto den festlichen Umritt in seinem 
Reiche und übte strenges Gericht gegen Friedensbrecher und 1lebelthäter, 
vermochte aber nicht die Liebe der siiddeutschen Großen fiir sich zu gewinnen. 
Seiner Herrschaft in Deutschland sicher, trat er jetzt seinen Rö1nerzug an, erhielt 
in Mailand die lombardische Krone und fand, da man auch in Italien den 
Mangel einer höchsten Gewalt schmerzlich empfunden hatte, überall einen herr: 
lichen Empfang; selbst die größten Städte, wie Venedig, Mailand, Genua, 
gaben. die Versicherung ihrer dienstwilligen Gesinnung. Nach einer Zusammen: 
1s209 kunft mit Jnnocenz in Viterbo erfolgte am 27. September 1209 die Kaiser: 
krönung Ottos IV., bei welcher auch diei;smal so1ool vorher als während des 
KrönungsSmahles die herkömmlichen blutigen slän1pfe zwischen den Römern und 
Deutschen nicht fehlten. staunt aber hatte er sein Ziel erreicht, so setzte der 
Kaiser, der sich bisher dem Papste so Willfährig bewiesen und sich ,,König von 
Gottes und des Papste;5 GnadenU nannte, dem römischen Stuhle die volle Kraft 
eines energischen Willens entgegen. Jm Widerspruch mit seinen früheren Zu: 
sagen nahm er in päpstlichen Gebieten Belehnungen vor, verweigerte die Heraus: 
gabe der Mathildischen Güter und wußte in Ober: nnd Mittelitalien seine Herr: 
schaft allenthalben zur Anerkennung zu bringen. Doch dabei blieb Otto nicht 
stehen; er machte jetzt Anstalten, den jungen F,;ohenstaufen Friedrich, den König 
von Sizilien, der ihm als Mündel des Papstes oder selbständiger Nebenbuhler 
gefährlich werden konnte, anzugreifen und Sizilien und Apulien als dem Reiche
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.