Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-129201
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Kaiser 
dem 
ans 
Haufe. 
sächsischen 
erwahlten Dich nnd unsere .8einder, wie auch meine Seele, die nun diesen Leib 
verlassen n1uß.H Auch Mathilde dankte ihrem Gemahl sur alle e1npfangeneiLiebe 
nnd Treue und eilte in die Bnrgkapelle:, u1u zu beten. Auf den Knien liegend 
vernahm sie laute Klagen: Heinrich war in Gegenwart seiner Söhne und einiger 
Großen verschieden. Sein Sterbetag war der 2. Juli des Jahres 936. Er 
wurde zu Quedlinburg in der Krypta der Kirche des heil. Petrus, der heutigen 
Schloßkirche, unter großer Trauer des Volkes beigeseyt, neben ihm später seine 
geliebte Gemahlin Mathilde. Die Grabstätte ist heute noch erhalten. Als man 
sie in1 Jahre 1867 anfdeckte, fand man den Sarg Heinrichs zerfallen und über: 
trug die Gebeine iniden Mathildens. 
Ohne zu jenen glänzenden Erscheinungen zu gehören, welche die Welt in 
neue Bahnen einführen nnd ihr auf Jahrhunderte hinaus ihre Richtung vor: 
zeichnen, hat Heinrich mit ruhigem, maszvollem und praktische1n Sinn, durch 
Kraft und Ausdauer seine große Aufgabe erfüllt, indem er, den wirklichen Ver: 
hiiltnisfen sich fiigend, alle zu weit gehenden idealen Ziele vern1eidend, nur das 
Erreichbare im Auge hatte. Weise gab er die Wiederherstellung eines Kam: 
lingischeu Weltreiches auf, und wurde der Begründer eines deutschen Reiches; 
er unterließ es, die verschiedenen Stiinnne gewaltsam unter seine Mcuhtherrschaft 
zu beugen, und zog es vor, sie zu einem freien Staatenbunde zu einigen. Er 
sicherte durch Marken  Meißen gegen die Dalemincier, Nordsaehseu gegen die 
Haveller, Schleswig gegen die Dänen  die deutschen Grenzen; er stellte die 
deutsche Wehrkraft wieder her und warf die Ungarn, den alten Reichsfeind, zu 
Boden; er öffnete endlich den deutschen Ansiedlern das Land jenseits der Elbe, 
das, ursprünglich deutsch, von den Slaven in Besitz genommen war. ,,Er warst, 
sagt sein Geschichtschreiber, ,,der größte König Europas zu seiner Zeit, an 
geistigen und körperlichen Gaben keinem nachstehend; doch hinterließ er einen 
Sohn, größer noch als er, nnd diesem Sohn hinterließ er ein großes weites 
Reich, das er nicht von seinen Vätern ererbt, sondern selbst gegründet und allein 
Gottes Gnade zu verdanken hattet 
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Ks1ifekmünzen: 
Münze Heinrichs 1. 
nnd Bischof Rici;tvins von Straßburg.
        

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