Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-126208
Abbildungen des I. 
Bande; 
Die 
Häuser 
0LuXemburg 
und 
23aiern. 
Jm Text: Für Heinrich von Luxemburg 
lieferte das ,,BalduineumU einige werthvolle 
Abbildungen. Sein Grabmal zu Pisa ist 
von H. KnacIfusz an Ort und Stelle gezeich: 
net. Auch von Ludwig dem Baier wurde 
einiges Wichtige beigebracht. Für die Re: 
gierung Karls IV. und Wenzels waren be: 
sonders wichtig und interessant die in der 
 K. Hofbibliothek zu Wien ruhenden urs 
spriinglicl1 Prager HandscJristen der Balle. 
au1sea und der Wenzelsbibel, Seinige die 
hier zum erstenmale erschlossen werden Ckopirt 
durch Jos. SchönbrunnerJ, ebenso sind die 
Abbildungen des Soester Nequambuches 
hier zum erstenmale ans Licht gezogen Cdurch 
H. KnackfuszJ. Das interessante Facsitnile 
einer Seite aus dem Statutenbuch des Fehm s 
gerichts ist von C. Daumerlang nnd; dem  
Original im Germanischen Museum kopirt.  
Von Kaiser Sigmund an war siir das 
15. Jahrhundert die Breslauer Prachthands 
schrist des Froissart eine reiche und kosts  
bare Quelle. Sie ist, unter dankenswerther 
Unterstützung der Beamten der Breslauer 
Stadtbibliothek von E. L. Bester auf das 
fleiszigste und geschickteste ausgebeutet worden. 
 Für die Zeit des Konstanzer Konzils und 
Hnssens war Prag eine Fundgrube werths 
voller, theilweis hier zum erstenmale publis 
cirterDarstellungen. Die übrigenAbbildungen 
dieses Abschnitts, besonders die Kaiserspuren 
Sigmunds zu Rom und Siena, sind von 
H. Knacksuß. 
Außerhalb des Textes: Ein werthss 
voller Beitrag für die an gleichzeitigen Dars 
stellungen kriegerischer Vorgänge nicht reiche 
Zeit Ludwigs von Baiern war die kunstvolIe 
Miniature aus der Kasseler Prachts 
handschrift des Wilhelm von Or.anse 
v. J. 13s4, aquarellirt von H. Knackfuß und 
hier zum erstenmale publicirt. Sie kann sür 
sdie Kampsesweise, wie sie z. B. in der Schlacht 
bei Mühldors üblich war, als authentiscse 
Illustration gelten. 
Die von C. L. Bettler nach dem Original 
im Geh. Staatsarchiv zu Berlin sammt an: 
gehängter goldner Balle kopirte 
Urkunde Ludwigs des Baiern ist 
in mehr als einer Hinsicht interessant; einmal 
ihrer graphischen 9lusstattung und der ganzen 
äußeren Gestalt wegen, wodurch sie erläuternd 
für die Urkundensorm jener Zeit wird, so: 
dann weil sie wahrscheinlich eine nicht viel 
spätere Fälschung im wittelsbachischen Jnters 
esse ist. 
Von den hier zum erstenmale publicirten 
Facsimiles der Miniaturen der Prager Konzils: 
handskhrist Ulrich von Richenthals ist die erste, 
Hus auf dem Wege zumScheiter: 
hausen, abgesehen von der mit allen gleich: 
zeitigen Beschreibungen übereinstimmenden 
authentischen Darstellung des Vorganges um 
deswillen besonders interessant, weil sie das 
PortraitHussens in seiner Richtigkeit wieder: 
herstellt, der von den Zeitgenossen und allen 
zuverlässigen späteren Quellen als ein barts 
loser, wohlgenährter Mann dargestellt wird, 
im GegensaY zu dem typisch gewordenen, 
hageren Bildnis; mit Adlcrnase und Bart. 
cAuf der Mühe unsrer Darstellung die be: 
rühmten TeuselssraHen und die Jnschrift: 
    
Inschrift oben rechts lautet: Al so furtt 
CsührteJ man Ihn vss hin ze verbrennentt Czum 
Verbrennend mit mer Danne drii tnssend Ldrei. 
tausendJ gewappneten. 
Nicht minder wichtig ist die zweite Date 
stellnng aus jener Handschrift: 
Belehnung Friedrichs vonHoh en. 
.zollern mit der Mark Brandenburg 
durch Kaiser Sigmund aus dem Konzil zu 
Konstanz. Der Scene wohnen bei außer 
mehreren namentlich bezeichneten Reichssürsten 
L,,VayernU, ,,OesterreiehEJ auch die fremden 
Gesandten, durch ihre Wappen eharakterisirt: 
FlorenHer, Januve tGenueserI, Venedier 
,,Bvttschasst.s Die Inschrift oben links lautet: 
Als sy Jn die stuben komend CkamenI die drh
        

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