Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-127774
III. 
Der 
fkänkische 
Stamm. 
Die 
Gründung 
des 
Fva11ke1tveid;g 
durch 
cghlodwig. 
  H je Franken hatten sich in den fruchtbaren Gefilden zwischen Maus nnd 
IJ;TsT,;;  Sa1nbre niedergelassen nnd sich von da bis an die Somme ausgedehnt. 
 H Sie zerfielen damals in zwei Hauptstä1nme, in die Salier im belgischeu 
DE  Gallieu um den Hauptort Dornik, nnd in die Ripnarier oder Ufer: 
franken auf beiden Seiten des Niederrheius3. Unter den ältesten Königen, die als 
Zeichen ihrer Würde ihr l1londes Haar in Ringellocken über die Schultern wallen 
ließen, während die übrigen Franken das ihrige al1schnitten, werden Cledio, Pharas. 
n1und und MeroväusZ CMerwichJ genannt, von denen der letztere als Stammvater 
des Herrscherhauses der Meroväer cMerwingerJ überliefert wird. Als Sohn des 
Meroväus3 gilt Childerich, der Vater des Ehlodwig, der diesem in einem Alter von 
fünfzehn Jahren in der Regierung folgte   4s1 
Chlodwig, dem thatendnrstigen Häuptling, war das väterliche Reich viel zu eng; 
er beschloß es durch Eroberungen auszudehnen, wußte zu diesem Zwecke kriegerische 
Kraft mit List und Verstellung zu verbinden und war in der Wahl seiner Mittel 
keineswegs bedenklich. Der wirre Zustand Galliens, wo sich Westgothen, Burgunder, 
Alemannen und Franken im Streite heru1ntum1nelten, verlockte zu Eroberuugen: 
Nach dem Untergange des weströniischen Reiches C476s stand das Land zwischen 
Lpire, Som1ne, Aisne und dem Meere unter dem bisherigen römischen Statthalter 
SyagrkUs, dCs ACgkdkUS SDh11, der sich unabhängig,gemucht und, gleich seinem 
Vater, durch Tugend, Bildung und Leutseligkeit allgemeine Achtung erworben hatte. 
Nach seinem Gebiete streckte Chlodwig zuerst die Hand ans. Er forderte den Shagrins 
auf, Ort und Zeit zum Kampf zu bestimmen, und dieser nahm die Forderung an.
        

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