Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-127179
Die 
Sk0ße 
Völkserwanderung. 
Die 
drinnen. 
Auflösung 
des 
Gothe1I1sciches. 
  eit uralten Zeiten lebte in dem Hochlande des Altai ein wildes Nomaden: 
Volk, die .L7unnen, die einige zur 1nongolischen Rate zählen, andere als einen 
 minder edlen Zweig des großen Tiirkenstammes betrachten. Die Beherr: 
 scher Chinas, des himmlischen Reiches der Mitte, suchten vergeblich den 
Einfiillen 1md oerheerenden Ranbziigen dieser furchtbaren Feinde zu begegnen, theils 
durch Ausführung einer längs der Nordgrenze Chinas sich hinziehendcn gewaltigen 
Mauer, die den Angriffen der nur 1uit Pfeil und Bogen oder Lanzen bewaffneten 
Reiterschwiirme ein nniiberwindliches Bollwerk entgegenstellte, theils, und dieses Mittel 
war das wirksamste, durch Bewilligung von Tribut und Geschenken, indem sie den 
.L7äuptern der einzelnen Horden, insbesondere dem allge1neinen Oberhaupte der .L7un: 
neu, dem n1ächtigen Grof;:.8iha11, Geld und Seideustoffe zur Ansschmiicknng ihrer 
Wohnungen und Jungfrauen zur Befriedigung ihrer Lüste lieferten. Jm ersten nnd 
zweiten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung gelang es der chinesischen Herrscher: 
fa1nilie das schmiihliche Joch der Hunnen abzuschiitteln, deren Reich in Folge innerer 
;3erwiirfnisse sich immer mehr anflöste. Während einzelne Horden, Von den 
Chinesen bewogen, zu einem friedlichen Leben iibergingen, regte sich in den kräfi 
tigeren Stummen die Wandcrlnst; sie zogen weiter mit ihren Heerden und Zelten, 
um jenseits der Berge im Westen neue Wohnsitze zu suchen; doch bald theilte sich 
der gewaltige Zug. Die Einen ließen sich in der fruchtbaren Ebene nieder, wo 
OxUs Und Jaxartes LAmun oder Gihon und Sitz dem kaspischen Meere zufließen 
und vertauschten hier unter dem Namen der weißen Hunnen das wilde No1naden: 
leben mit milderen Sitten und festeren Lebensordnnngen; die Anderen sehten ihre 
Wanderungen nach Nordwesten fort und gelangten an die Ufer der Wolga, wo 
sie ihre Zelte a1Ifschlugen nnd dem alten Herkonnuen getreu, ihr ranhes Hirtenleben 
fortfiihrten. Hier saßen sie in den Steppen der Wolga lange Zeit hindurch, bis
        

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