Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der ältesten Zeit bis zu Maximilian I.
Person:
Stacke, Ludwig Christian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-125849
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-127163
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alte Germanien bis 
Das 
zur Völkerwanderung. 
der Pyreniien, 1iiid bald auch in Jtalien hatte man mit fräiitisihen1n1d alaiiianni: 
sehen Schaaren zu kii1npfeii nnd die Grausamkeit, niit welcher man gegen die Ge: 
fangenen 1oüthete, zeigte nicht die Energie der frischen Kraft, sondern 1inr die des 
fnrchtsanien Hasses. Einzelne Kaiser wie Anrelianns oder Prob1isZs stellten die 
277 Reichs3gränze für die Dauer ihrer Regierung her, C277s, gegen die Franken niid 
Alamannen, die sie zuriicktrieben: i1niner aber geschah dieses nur für knr,s3e Zeit nnd 
das röinische Reich im Ganzen war in der Lage eines schwer Kranken, der.die 
starken Heilmittel, die einen frischen OrgaiiisIs1iiiis3 würden haben retten köiinen, nicht 
mehr vertragen konnte. So wurde vor allem die IJieiehsZtheilung oder Nenorganisa: 
tion des Reiches durch Dioeletian, welche dem großen Körper durch größere 
Selbständigkeit der Theile anfhelfen sollte, verhiingnißvoll. Noch einnial erneuert 
gis um die Mitte des vierten Jahrhnnderts3 Juliaiius am Rhein nnd jenseits des 
M Rheins durch einen Sieg bei Arge1itoratinn über die Alainannen, durch Züge gegen 
die Franken den alten Ruhm des Drnsns3 1ind Gernianiens: aber  waren nicht 
die Siege der röInischen Waffen,ssondern es .war die 1lneinigkeit der Gerniane1i 
selbst, deren Föderationen 1nit ihren besonderen Interessen nicht selten feindlich 
zusam1nensties;en, welche das Verderben,noch eine kurze Zeit vom rö1nisiheii Reiche 
ablielt.   
, Ein iiberwältigeiides Ereigniß, ein Sturm der mit unioiderstehlicher Gewalt 
von Osten heranraste, trieb  schon neigte sich, dass vierte Juhrht11tdC1.tsriI1e111 
Ende zu  zunächst die Gothen über die Reich;4grii1ize 1ind begann damit jene 
Kette von Ereignissen, welche man mit dein Namen der Völkerwandernn g 
 znsanimenfaßt.
        

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