Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-113929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-119246
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Jahrhundert. 
Abb. 
s59. 
Aus GeneUiH Folge von Zcichnungen ,,Das Leben einer 
CVerlag von F. A. Brockl1aus in Lcipzig,I 
Hexes, 
Eine besondere und völlig vereinsamte Stellung nimmt Bonaventura Genelli 
Cgeb. 1800 zu Berlin, gest. zu Weimar 1868J ein. Er war der letzte Maler, 
der unbekümmert um die romantische Strömung an der Carstensschen streng 
klassizistischen Richtung festhielt. Sein Vater war ein aus Kopenhagen nach 
Berlin eingewanderter Landfchaftsmaler, Janus Genelli If 1813J; jener Archis 
tekt Joh. Christian Genelli is 1823N,, dem Carstens so viel Belehrung und 
Aufmunterung verdankte, war sein Oheim. Durch den letzteren wurde er in 
die Richtung geleitet, der er treu blieb. Nachdem er auf der Berliner Akademie 
seine Vorstudien. gemacht hatte, ging er im Alter von zweiundzwanzig Jahren, 
mit Hülfe einer Unterstützung, welche ihm die Königin der Niederlande, Tochter 
Friedrich Wilhelms I1. von Preußen, zuko1n1snen ließ, nach Jtalien, wo er in 
zehnjährigem Aufenthalt seine Ausbildung vollendete. Eine genial angelegte, 
von ungestümem Schaffensdrang erfüllte Natur, verschmähte Genelli die lang: 
same Arbeit der Malerei und begnügte sich damit, seine Gedanken in Bleistifts 
umrifsen, höchstensi1nit etwas Farbenangabe in Wasserfarbe, auszusprechen. Ein 
Auftrag, das Gartenhaus eines Leipziger Privatmannes mit mythologischen 
Wandmalereien zu schmücken, rief ihn nach Deutschland zurück; aber die Arbeit 
kam nur in den Anfängen zustande; ihre Vollendung scheiterte an seinem 
Widerwillen gegen die zeitraubende Ausführung. 1836 begab sich Genelli nach 
München. Hier lebte er dreiundzwanzig Jahre lang, einsiedlerisch abgeschlossen
        

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