Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-113929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-119146
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Jahrhundert. 
Olgemälde von Jof 
 Abb. 849. Der Gang Mariä über das Gebirge. 
Füh1:ich, im Belvedere zu Wien. Nach einer Heliogravure aus dem Verlage der Gesellschaft 
für ve:vielfältigende Kunst zu Wien. 
Den größten Teil seiner Nibelungen:Kompositionen hat Schnorr noch einmal 
in freier und teilweise sehr glücklicher Umarbeitung verwertet, und zwar zur 
Buchillustration in Holzschnitt für eine von Cotta veranstaltete Prachtausgabe 
des Gedichts LAbb. 846J. Er war einer der ersten, welche durch dem Holz; 
schneideversahren angepaßte Zeichnungen von künstlerischem Wert dazu beitragen, 
dasz,die Holzschneidekunst, dieses so echt deutsche und volkstümliche Verviel: 
sältigungsmittel, wieder in die künstlerische Stellung eingesetzt wurde, die ihm 
Jahrhunderte lang entzogen gewesen war. 
Das Verdienst, die künstlerische Bedeutung des Holzschnitts zuerst wiedererkannt 
und aus dessen Hebung hingewirkt zu haben, gebührt dem Berliner Buchhändler 
J. F. Gottlieb Unger Lgeboren um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, gestorben 1804J. 
Schon dessen Vater, der Bnchdrucker Joh. Georg Unger cgeb. 1715 zu Goos bei Pirna, 
 gest. 1788i hatte sich um die Verbesserung der in jener Zeit ganz heruntergekom1nenen 
Formschneideknnst bemüht. Der jüngere Unger aber schnitt schon einige wirkliche Kunst: 
blätter. Jm Jahre 1800 wurde er an der Berliner Akademie als Lehrer dieses gleich: 
sum neu entdeckten Kunstztoeigs angestellt. Jh1n folgte in dieser Stellung Friedr. Wil: 
helm GubiH sgeb. zu Leipzig 1786, gest. zu Berlin 1870J, der Vater des modernen 
deutschen Knnstholzschnit1s. Die crwachende Begeisternng sür die Zeit Dürers und
        

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