Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-113929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-118750
und 
Overbeck 
Eornelius,s 
Gesiunungsverwandte. 
443 
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Freskogemälde von Fr. 
Overbeck, 
Abb. 817. Die sieben mageren Jahre. 
aus dem Hause Bartholdys zu Rom, jeHt in der Nationalgalerie zu Berlin. 
in die Reiche jener vier weltbeherrschenden Gottheiten. Es sind nur drei Bilder, da eine 
Wand durch das Fenster eingenommen wird, nnd ganz naturgemäß werden die Reiche der 
Luft und des Lichts im Olymp zusammengefaßt.  Das Fenster bildet die Trennung zwischen 
dem Bilde des Olymp und demjenigen des Hades. Auf dem letzteren, unter dem Decken: 
gemälde, welches Erde, Winter und Nacht verbildlitht cAbb. 8t9I, sehen wir, wie das Walten 
der Liebe in die Nacht und den kalten Grabesschoß der Erde eindringt und wie die Kunst 
des begnadeten Sängers den Bann des Todes bricht, in der Darstellung des Orpheus, der 
den Beherrseher der Unterwelt rührt, daß er ihm die Gattin wiedergibt CAbb. 820Z. Das 
Bild der folgenden Wand zeigt im Anschluß an Wasser, Frühling und Morgen die Vermählung 
des Poseidon mit Amphitrite; auch hier weilt ein Sterblicher unter den Göttern, Arion, dessen 
Tönen die Meeresgottheiten laufchen. Orpheus ist zu schwach, um die Bedingung zu erfüllen, 
die sich an die Wiedergewinnung der Gattin knüpft, Arion muß aus der Gesellschaft der 
Götter wieder an die Erdscholle zurückkehren; der Mensch aber, der aus den schwersten Kämpfen 
als Sieger hervorgegangen ist und die höchste Mühsal ertragen hat, empfängt als Lohn die 
Gemeinschaft mit den Unsterblichen. Das ist der Inhalt des dritten Bildes, dem in.den 
Kreisen der Decke das Feuer, der lenchtende Tag und der heiße fruchtreifende Sommer ent: 
sprechen: Herakles wird in den Olymp aufgenommen, wo ihm im Kreise der Götter die ewige 
Jugend als Gemahlin entgegentritt und ihm den Trank der Unsterblichkeit reicht. 
Auf dieses Bild bereitet in der Zwischenhalle, über der Thür zum Göttersaal die Be: 
freiung des Promethens durch Heralles vor, die erlösende That, die dem ftrafenden Zorn 
der Götter gegen den Titaneu, der das Menschengeschlecht vertritt, ein Ende bereitet. An der 
Decke dieses Raums ist die Bildung des Menschen durch Pro1netheus und seine Befeelung 
durch Pallas Athene dargestellt. Mit diesem Bilde müßte man eigentlich die Betrachtung 
beginnen. Demselben folgt, über dem Eingang zum Heldensaal, die Geschichte von Epimetheus 
und Pandora, durch deren Neugierde alles Unheil aus der verhängnisvollen Büchse über die 
Menschheit losgelassen wird. 
Im Heldensaal beginnt die Erzählung am Scheitel des Gewölbes mit dem Rundbild 
der Vermählung der Eltern des Achill, in deren Brautgemach Eris den Apfel der Zwietracht 
wirft. Ursachen, Vorbereitung und Verlauf des Kampfes um Troja werden dann in zwei 
umlanfenden Bilderringen erzählt LAbb. 821J, an dessen untersten wieder als Saum der 
Gewölbefelder Arabeskenstreifen treten, welche Begebenheiten ans andern Sagenkreisen ent: 
halten. Die Hauptereignisse des .Kriegs, oder vielmehr diejenigen Vorgänge, welche in 
Cornelius7 Dichtung die Schwerpunkte der Handlung bilden, senken sich aus dem Deckenringe 
herab und nehmen die drei großen Wandfelder ein  die vierte Wand gehört wieder dem 
Fenster. Da sehen wir, wie Achill in wildem Zorn mit Agan1emnon streitet: die Ursache
        

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