Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-113929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-116417
Abb. 
bei M. 
Zierleiste CHolzschnittJ aus der 
Merian erschienenen Historischen Chronik. 
Die 
späteren 5tilwandlungen 
der 
neuzeitlichen Kunst. 
Das 
Zeitalter 
des 
drcis3igjä1jrigen 
Istrirgk:7. 
, H . , X sc as uns in der Bau: und Zierkunst derspäteren Renaissance 
W . R im Gegensatz; zu der früheren im allgemeinen ausfällt, 
E  M is, das Überhandnehmen einer willkiirlichseltsamen und 
.  Cis D H überladenen Forn1engebung, das ging schließlich so 
. L GxX weit, daß es dem gesamten Kunstwesen ein ver: 
 A ändertes Ansehen gab. Man pflegt jene ansfallenden 
, , I W F F Formen, denen bei aller Mannigfaltigkeit das ge: 
x O J meinsam ist, daß sie nicht aus gleichsam natur: 
J I V:  gemäs;en künstlerischen Gesetzen, sondern aus über: 
, mütiger Laune der Künstler hervorgegangen zu sein 
Abb.s10.  scheinen, ,,barockH zu nennen, mit einem Worte zweifel: 
Messen sHist0risshe EhUmiE1 haster Herkunft, das später in iibertragenen1 Sinne die 
Bedeutung des Verschrobenen und Sonderbaren über: 
Haupt angenon11nen hat. Die Bezeichnung Barockstil hat sich eingebürgert für eine 
Kunstweife, die eigentlich nur eine Ausartnng der Renaissanee ist, die sich zu 
dieser verhält etwa wie die Gotik vom Ende des 15. Jahrhunderts zu der Gotik 
der Blütezeit; nur daß der Unterschied insofern stärker hervortritt, als die 
Einheitlichkeit der architektonischen Gesetze fehlt, durch welche die verschiedenen Zeit: 
J7ikIJ1xkiFte sdes gotlischen Stils aufs bestimn1teste untereinander verl1;1nden sind. Die 
Mo unt til net in me reren Be ie un en der äte ten Gott: lier wie dort 
sind die eigensliche11 Archiliekturfor1nienhhäiifig gan;pkahi nnd nüchte,rn, aber das 
Zlerwerk wuchert überüppig in nngebändigter Fülle und erstrebt und erreicht 
DIE höchste malerische Wirkung; die Figuren, die einen wichtigen Bestandteil des 
Schmnckes bilden, bedürfen wieder, um in dem Forncengedränge wirkungsvoll 
kJervorzntreten, des gewaltsan1eu Mittels eines Wnstes von wildbewegten un: 
natürlichen Falten1nassen. Die Barockfiguren gehen aber noch weiter als die 
KMCkfUß, Deutsche Kunstgeschichte. II. 14
        

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