Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-113929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-115659
Der 
Renaisfa11cebau. 
bürgerliche 
133 
Abb. 
Von einem holzgezimmertcn Haus zu 
BraUnskkj 
weis C1 
n 1530J. 
als ein Mittel zur Herstellung eines schn1uckreichen Kleides benu1z,t, wie man 
sich ja vielfach auch damit begniigte, den Renaissancefchmuck bloß aufzu1nalen. 
Die neuen Formen bemächtigen sich gleichsam stück1veise der Gebäude. Sie 
treten zuerst da auf, wo reicherer Schmuck sich sammelt, so namentlich an den 
Eingängen, die sie mit gefälligem Zierwerk umranken oder mit einem wirkungs: 
vollen Aufbau einschließen, nicht Unähnlich den Einsassungen, welche die Maler 
für Buchtitel zeichneten, oder den Umrahmungen, welche die Bildner in Stein 
und Erz den Grabplatten gaben. Der für den Hausbau wenig geeignete Spit3,: 
bogen verschwindet ziemlich allgemein, aber auch die übrigen spätgotischen Bogen: 
formen werden durch den klassischen Rundbogen oder den geraden Abschluß ver: 
drängt. Die Fenster, bei denen die viereckige Form die bei weiten1 gebrä11chlichste 
wird, behalten noch lange einen gotisch gegliederten Rahmen, aber zwischen 
ihnen erscheinen anstatt durchgehend aufsteigender schn1aler Mauerstreifen Stellungen 
von Pilastern oder Halbsänlen als Träger der kräftig hervorgehobenen wage: 
rechten Gesimse, welche die Stockwerkteilung bezeichnen. Für die hohen Giebel, 
eine echt nordische Eigentii1nlichkeit, bot die italienische Renaissance keinerlei
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.