Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-113929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-115575
im Kunsthandwerk. 
Der Rcnaiffancestil 
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weiterhin fiel ein Teil der Be:  
schränkungen, mit denen die i7sLsf  
künstlerische Arbeit in Wehe: IX:  Z  
stossen sonst zu rechnen hatte, V . seh:   
bei diesen Tapeten schon da:   
durch weg, daß dieselben jetzt .   
meistens in  sehr ansehnlichen ,   
Größenverhältnissen ausge: Z  Hishi 
führt wurden. Auch wußten    
die Versertiger derselben durch       
eine weise Einschränkung in    
der Wahl der Töne, unbe:   X7L;;  :jLETYIl 
schadet der vollen Bildwirknng s      
mit Perspektive und maleri: VII ;     
sehe: Weichheit, des stets:     .   
liche Gepräge sehr glücklich zu   Ci:E7sTE7sTise7 IV     
wahren. Es versteht sich von     Es L, ,;T7EFF,;N7 
selbst, daß zur Heeste1Ie:ig     
solcher Werke sehe aUsfÜhr7 sY.JIH7YI:7FTs7,  ex 
liche, von Künstlern ange: s; 7IT7j7;Lf.i.     
fertigte Vorlagen erforderlich  .     
waren. Jn Deutschland wurde  
die in den Niederlanden zuerst Am, W www aus dem l. Jahrhundert. 
ausgebildete Kunstfertigkeit, Im  Museum zu  Höhe M M 
      
voller Arbeit nachzuweben, um die Mitte des 16. Jahrhunderts emgesnhrt. 
So legte Pfalzgras Otto Heinrich in dem Städtchen Lan1ngen. eine Teppich: 
weberei an, in der er die Wandtapeten für sein neuerbautes Schloß zu Neu: 
burg an der Donau anfertigen ließ. Von diesen Neuburger Tapeten, welche 
meistens Zeitereignisse und Erlebnisse des Pfalzgrafen zum Gegenstand hc1ttS11, Ist 
leider nur ein geringer Teil erhalten geblieben; zwei derselben werden im b,ay: 
rischen Nationalmuseuin zu München aufbewahrt.  Dem prunkliebenden Ge: 
schmack der Zeit entsprachen derarftige ;BildFppiche  fVkEhEM 
Maße, daß man ihnen in den Häu ern er orne 1men vor er ei er zu e: 
s a enden und billigeren Wandmalerei den Vorzug gab. 
eh HDoch fehlt es auch nicht an Beispielen trefflicher Dekorcitionsmalerei. So 
 befinden sich unter den vielen sehenswerten Renaissancegemächern der Burg 
TrausniH bei Landshut mehrere in den  ugsge;1l1atlte SäIe, 
in denen sich ein leichtes heiteres Formen: un Year en p1e von er s V, MS es  
die italienischen Dekoratiousmaler nach dem Vorgange Rafaels aus Grund ent: 
deckter antiker Überreste auszuführen liebten, über die Wände ausbreitet, soweit 
dieselben nicht durch größere Gemälde eingenommen werden, Jn diesem Falle 
scheint die Arbeit allerdings von Jtalienern ausgeführt zu sein. Mochte aber
        

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