Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-107379
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-112732
Die 
Vorläufer 
Kunst. 
der neuzeitlichcn 
489 
den Holzschnitt. Daran, daß die Maler selbst 
in Holz geschnit1en hätten, darf man freilich 
wohl nur in ganz vereinzelten Ausnahme:   
fällen denken. Denn die langwierige und    
mühevolle Thätigkeit des For1nschneiders ist   
keine schöpserische, wie die des Kupferstechers, sei  Ei 
der die Linien, welche gedruckt werden sollen,    
selber angibt; das Bild ist fertig, ehe der    ; 
Schnitt beginnt; die Aufgabe des leHteren ist    
die Beseitigung aller leeren Stellen, so daß  HEXE. 
die Zeichnung allein erhaben stehen bleibt;    IT,  
das Verdienst des Holzschneiders besteht also  U,    L IX, 
nicht in Erfindung,.sondern in möglichster     Mk 
Gewissenhaftigkeit der vorhandenen Zeich:   
nung gegenüber, seine Arbeit erfordert die    H 
größte Geschicklichkeit, auch Vekstciud:1ig für  
die Kunst, aber kein eignes Kunstvermögen, 
und kann daher für Künstler niemals etwas  
Verlockendes gehabt haben.  ,   
Michael Wolgen1ut lieferte die Zeichnungen zu zwei umfangreichen Holz: 
schnittwerken. Das erste derselben war ein Erbanungsbnch, ,,Schatg,behalter des 
Reichtums des ewigen Heils und SeligkeitU, mit 91 großen Bildern; das zweite, 
welches Wolge1nut in Gemeinschaft mit seinem Stiefsohn Wilhelm Pleidenwursf 
Abb. 
SchcdclE 
Buch der Chrouikeus 
Die sieben Kurfürsicu des heijigcu römifcgc 
N 
Reichs 
illustrierte, die mit mehr als 2000 Bildern, unter denen allerdings viele sich 
öfter wiederholen, geschmückte Weltchronik des Dr. Hartmann Schedel. Bei beiden 
Werken war noch darauf gerechnet, daß die Bilder erst durch die Jlluminierung 
ihre Vollendung erhalten sollten. 
Der ,,SchaHbehalterU wurde durch den weltberühmten Niiruberger Drncker Anton 
Koburger, der selbst in Paris ,,der König der BnchhändlerU hieß, im Jahre 1491 ver:
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.