Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-107379
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-111319
Die 
Gotik im 
mittleren 
und 
südlichen 
Deutschland. 
349 
Überall begegnen wir einer  
blendenden Fülle von Formen: K 
reichtuin. Zu prunkvollsten , 
Schöpfungen. sehen wir Archi:  
,tektur iind Bildhauerei in groß: f    
      
artigen Zierba1iten vereinigt.   . 
     Es.  
Das ansehnliehste Werk dieser  ZU    
   es     
Gattung ist der in den Jahren  
   s.ss:sW    M ists. 
1385ss96 ausgefuhrte Schone      F, H 
Brunnen auf dem Großen   
Markt, ein mit vielen Figuren I ,WM 7TTI77ÄL 
,     9   
geschmuckter tuiniartiger .luf:     
              
bau, der sich prachtig und zierlich h3,Hil   T. , H 
in mehreren l1iftigeii Geschossen   .;;jt2s;.sTs,s. F 
  Its; liegst. s       
zu einer Hohe von nahezu    2Lli  
          
z0 Meter erhebt CAbb. 203;. it,  ..W 
Um uns die ganze glanzvolle      
         
Erscheinung vorzustellen, welche ,r ..s ws szkM2.;,Y 
dieses Meisterwerk ursprünglich   s Je.   
besaß, mussen wir uns ver:      
    sD,,,4    W stHW.. U  Mtis.is i. si,istsssiW..seHMs Hi N H 
gegenwartigen, daß es von.oben K  :2    
   ei   is   
bis unten bemalt u1id vergoldet s;   ; I  W 
gewesen ist. Eies.    ittstslii::slss.itss .i      
s Wssi  s..:Us is  .s  U N U  Wiils.iisiMIHi.   TUUIslIsI  V I    
Der Schöne Brunnen war W ;iH,   J is;  J;  W; U THE   ,jtiI;;NIs  txt .si.s.s:szJ is: 
Jahr1iiinder:e rang der Stolz   WistsnissiisTi  l V 
          
und wurde sehr sorgfältig          
wacht und im Stand gehalten; J    T    
gereimte Erklärungen seiner    :H.d;4  N:  
Bildwerke erschienen im Buch: j:s   J, XI  H  I  
handel. Erst nach dem dreißig:  E;;JT    
jährigen Krieg wurde das   
städtifChe Kunstdenknial vernaChI  a::U3A:  
lässigt und kam allmählich dem    
EjnstUrz nahe, so daß es gestützt Abb. 202. Der Nassauerhos zu Nurnbcrg. 
werden iniiszte. Als in unserm 
Jahrhundert das Ji1teresse für die ii1ittelalterliche Kunst wieder lebendig wurde, erfuhr 
auch der Schöne Brunnen eine gründliche Wiederherstellung, bei der allerdings die 
Figuren beinahe vollständig erneuert werden mußten. 
Derartige steinerne Sch1nuckwerke l1ildeten seit der zweiten Hälfte des 
U. Jahrhunderts einen unentbehrlichen Bestandteil der Kircheneinrichtnng. 
Namentlich die turmähnlich aufgebauten Sakra1nentshäuschen waren ein Gegen: 
stand, an dem die Künstler die höchste Geschicklichkeit des Meiszels an den Tag 
ZU legen eine würdige Gelegenheit fanden. Das prächtigstc von all solchen 
Tabernakeln besitzt die Lorenzkirche; bei diesem aber tragen die Figuren, obgleich
        

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