Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Kunstgeschichte
Person:
Knackfuß, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-107379
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-110207
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Der roma11ische 
Stil. 
Von den vier Haiiptbildfeldern enthält das eine die Taufe ini Jordan, wobei das Wasser 
noch in altertumlicher naioer Weise nicht als wagereihte Fläche dargestellt, sondern nur 
in bergartig aufsteigenden Wellenlinien angedeutet ist, welche die Gestalt Jesu wie ei1i 
Gewand bis über die .Hiisteii bedecken; die beiden rechts und links sich anschließende1i 
Bilder zeigeii iii trefslichen KognpoLtionen die vorbildlichen Ereignisse des Diirchgangs 
er Juden durch das Rote Meer und durch den Jordans 
. ,,s7z.,W  auf dem legten Feld ist der Stifter des Taiifbeckens, der 
is  Doinherr Wilbern, zu den Füßen der Gottesniutter 
 ,   knieend abgebildet. Auch die Kegelfläche des Deckels ist 
J   durlch Sä1ilchen mit Kleeblattbogen in vier Abteilungen 
Y;xsY;is  zer egt, deren Bilder zeigen Mag.dalena,.die dem am 
 . TischeWdes Pharisaers siHenden Heiland mit den Haaren 
 die .Jusze trocknet  die Reue; daneben dieBarmherzig: 
 ;   Zeit ist:  DagtelIung; auf der andern Seite 
    ien et e eiiiiti en indern1ord  die Bluttaufe; 
            
     I   ini .em u en en  ei  Ja en wi e n er ogen 
  X     erscheinen Halbfigureii von Heiligen, und das Ganze be: 
 ,    krönt ein mächtiger Blätterknaiis. 
  se Die sächsische Sieinskiilptur schuf jetzt gwßqrtige 
 he  Werke; in ihr erreichte die mittelalterliche Bildner: 
H s     JYs,3ji kunst ihren Höhepunkt. Die Figuren der ,,goldenen 
     PforteU zu Freiberg svergl. Abb. 137J sind in Aus: 
; s.  se  K,   druck, Bewegung, Körperformen und Gewandung gleich 
  Ei . se sWssss1s;Us.IfHfs:is Z ich t  d  I d  ; 
H,  W.   an gezei ne. Zwischen en an en er Seiten 
  s ,   wandungen erblicken wir Gestalten aus dem alten 
,H.  ,     gis, 3Jik;nd,e  Jligfasssi1ng und Aus: 
s,sjI , H; I ,;7  UT:.s u rung  7  Hm o en e e e en wir die 
  N.  Hii1imelskönigin, der die Kirche geweihth war, von 
H  H;  Engeln uinschroebt, zu ihrer Rechten die drei Weisen, 
;Lssis,H.s;iiiHts H ZU wsssHisss;, die dem göttlichen Kinde knieend ihre Gaben dar: 
  si.oeM,s,,,  reichen, zu ihrer Linken, durch einen Engel von ihr 
 getrennt, den siHenden Joseph. In den vier Figuren: 
  reihe1i, welche dieses, Bild umkreisen, erscheinen die 
I  .sgIss U  I.  VIII, :W   
  Bewohner. des Himmels. Engel, Propheten, Apostel, 
  zwtislch3n i5hI;ieiF in den ;Zcheiteän stder Ha.lbhreiseUdie 
ei     go i en er onen; in er äu er en, weite ten m: 
 kreisung die Scharen der Gerechten, welche sich aiif 
an des goldenen Pforte zu Fkeibekg. den Ruf des Engels aus den Gräbern erheben. Unter 
diesen Auserstehenden sind ganz meisterhaste Figuren, 
die sowohl durch die Kühnheit der Bewegungen wie durch die ncitiirliche Be: 
handlung des Nacken Staunen erregen. 
Von sehr verwandter Art siiid die Bildwerke in der Schloßkirche zu 
Weihselburg, der Kirche des eheini1ligeii Augustinerklosters Zschillen. Die ältesten 
unter diesen scheinen zwei Standbilder am Choreingaiige zu sein, ein Priester u1id 
ein Ritter, der letztere in niorgenländischer Cniittelalterlich:byzantinischerI Rüstung;
        

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