Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-97730
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-106442
822 
wish 
Die GesandtsshCfk 
Sparta. 
Mann, unter ihnen gegen 2000 Hopliten, waren fern auf der 
Flotte; man versiigte über nicht mehr als 8000 Hopliten und 
800 Bogenschiitzen. Hätte man im Frühjahr darauf rechnen diiri 
sen, die TherInophlen vom Feinde nicht besetzt zu finden, so wäre 
es den Athenern vielleicht möglich gewesen, den Oeta zu halten. 
Die Boeoter im Rücken, wäre, die Aufgabe immer sehr schwierig 
gewesen; Leonidas hatte mit 7000 Hopliten den Paß doch nur 
drei Tage halten können. Aber Mardonios hatte diese Stellung 
im vorigen Jahre zu gut kennen gelernt, um sie den Hellenen of: 
sen zu lassen. Dem Mardonios, der 350,000 Mann heranfiihrte, 
im offenen Felde zu begegnen, davon konnte keine Rede sein. Auf 
den Antrag des Aristeides wurde beschlossen, eine Gesandtschaft 
nach Sparta zu schicken, die Spartaner feierlich an die Verpflichi 
tnngen zu erinnern, welche sie übernommen. Aber selbst wenn sie 
nun kamen, war keine Zeit mehr nach Bocotien entgegenzuziehen; 
das Heer mußte ja erst wieder ans dem Jsthmos gesammeltswerg 
den. Jndeß wenn sie einiger Maßen eilten, konnte man den Feind 
dochauf attifchem Gebiet bei Thria erwarten und hier eine Schlacht 
annehmen, um das eben wieder aus seinen Triinnnern erstandene 
Athen zu decken. Das Volk ging auf den Vorschlag des Aristeki 
des ein. Auf seinen Vorschlag wurden Kimon, des Miltiades 
Sohn, nnd Mhronides zu dieser Sendung bestimmt II. Wie weit 
waren die Hoffnungen gesunken, mit welchen man im Frühjahr 
diesem Feldzug entgegengesehen hattet In dem kaum minder als 
Athen bedrohten Megara rief Theognis jetzt den Phoebos an: 
,,gnädig die Burg zu schirn1en, welche er selbst einst dem Alkathoos 
zu Liebe umthürmt, und das verderbliche Heer der Meder von der 
Stadt abznhalten.tL ,,Den Unverstand. der Hellenen  so sagt er 
 nnd den volksverderbenden Zwiespalt vor Augen, bin ich von 
Furcht erfülltHJ. Den Gesandten der Athener nach Sparta 
schlossen sich Abgeordnete von Megara und Plataeae an. Kimon 
und Mhronides stellten den Ephoren vor, daß die Athener es ver: 
schmäht hätten, aus Ehrfurcht vor dem hellenischen Zeus und aus 
Abscheu gegen den Verrath, ihren Frieden mit Persien auf gute 
Bedingungen zu schließen. Sie hätten offen und ohne Hinterhalt 
gehandelt und würden zuns Dank dafür von den Hellenen verra: 
then. Nachdem die Spartaner erfahren, daß Athen niemals mit 
Nu L. 
Aris1id. 
vgl. 
2j v. 
773  782. 
Bo1sgk.
        

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