Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-97730
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-106004
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des 
R6iuinung 
Die 
Landes. 
Reiche Mitglieder seines Standes, wie Kleinias, des Alkibiades 
Sohn, hatten schon beim Artemision mit eigenen Trierengefochten; 
ihren Anstrengnngen gelang es auch jetzt, die Verluste, welche die 
Flotte dort erlitten, wieder vollständig zu ergänzen. Kitnon, der 
Sohn des Miltiades, führte eine Schaar seiner Altersgenossen, 
Jünglinge der ersten Familien, durch den Kerameikos, die Zügel 
ihrer Rosse in den Händen. Sie hängten dieselben ,,da der 
Staat keiner Reiter sondern tapferer Kämpfer zur See bedürfen in 
dem Tempel der Athene auf, nahmen die dort befestigten Schilde 
herab und zogen mit diesen Wehren an das Meer. Dennoch 
beharrten die Schatzn1eister der Tempel auf der Burg, manche 
von den älteren nnd einige von den ärmeren Bürgern darauf, im 
Lande zu bleiben; sie hielten die Meinung fest, daß das Orakel 
mit der hölzernen Mauer der Tritogeneia die Einhegnng der Burg 
anzeige, nnd waren entschlossen diese zu vertheidigen. 
Themistokles bewog den Enrhbiades, mit den Schiffen der 
Peloponnesier so lange bei der Insel Salamis liegen zu bleiben, 
bis die Athener das Land geräumt hätten. In jedem Augenblick 
konnte nicht blos das Landheer sondern auch die Flotte der Pers 
ser erfcheineu,s man konnte gezwungen werden, mitten im Abzuge zu 
schlagen. Mehr als vierhnnderttausend Menschen sollten mit ih: 
rer Habe in zwei bis drei Tagen über das Meer geschafft wer: 
den. Alle Fahrzeuge, welche man austreiben konnte, die gesammte 
Kriegsflotte war Tag und Nacht mit der Ueberführung der Bei 
völkernng Attika7s nach Sala1nis und Troezen beschäftigt. Es 
konnte nicht ohne große Verwirrung abgehen. Als Xanthippos sein 
Hans auf feiner Triere nach Salamis iiberfiihrte, schwamm sein 
Hund neben derselben von Phaleron bis zur Insel hinüber; am 
Strande von Salankis endete das Thier. Xanthippossließ ihm. 
nachmals an dieser Stelles ein Denkmal errichten. Auf Salamis 
fanden die meisten keine andere Zuflucht als in Klüften nnd Höh; 
lett. Der größere Theil der Athener war nach Troezen gegan: 
gen, und die Troezener thaten, was in ihren Kräften stand, das 
isoos der Fliichtigen zu erleichtern. Ihre Gemeinde beschloß, daß. 
den Weibern und Kindern der Bedürftigen für den Kopf täglich 
zwei Obolen gereicht werden sollten, auch solle es den Kindern 
der Athener freiftehen, überall Obst und Früchte zu brechen II. 
Nu t. 
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