Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-97730
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-104701
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XanthcPPVHs 
neu Grenzen behalten hatte, dem jede Verbindung mit jeder fren1s 
den Macht, welche ihm Rache san Sparta in Aussicht stellte, um 
so willkommener sein mußte,s je schwächer er selbst war. 
In Athen führte um diese Zeit Kleisthenes das Ruder des 
Staates nicht mehr. Am Wege von der Stadt nach dem Akadcmos 
lag das Grabmal des Mannes, welcher das Werk Solons vollen: 
det hatte II. Er hatte die Leitung Athens seinen jüngeren Partei: 
genossen, dem Xanthippos, Ariphrons Sohn, nnd dem Aristeides, 
Lhsin1achos Sohn hinterlaffen II. Xanthippos hatte die Nichte des 
Kleisthenes Cdie Tochter seines Bruders HippokratesJ, die Agariste, 
heimgefiihrt. Er war ein eifriger Vertreter der Grundsätze des 
Kleisthenes, ein warmer Freund der neuen Jnstitutionen, ein Mann 
von gradem Sinn und ein tiichtiger Soldat.s Aristeides war zwar 
keiner der großen Familien Attika7s entsprossen, aber sein Grund; 
besitz stellte ihn doch unter die Pentakosiomedimnen, und mit dem 
angesehenen und reichen Geschlecht der Kallias und Hipponikos, der 
Fackelträger von Eleusis, war er durch Bande der Verwandtschaft 
verknüpft. Nach dem Tode des Kleisthenes war Aristeides der an: 
gesehenfte Mann in Athen II. Doch zeichnete ihn weder eine be: 
sonders hervorragende Kapacitiit, noch irgend welche Genialität 
aus; seine Kraft lag in der Gradheit und Schlichtheit seiner Auf: 
fassung, in der Stärke seines Patriotismus, in der Reinheit seiner 
Sitten, in seiner Ehrlichkeit, Redlichkeit, Uneigenniitzigkeit und Un: 
bestechlichkeit. Herodot nennt den Aristeides ,,den besten Mann in 
Athen und den Gerechtesten,tt und Platon nimmt den Aristeides 
allein von dem verdammenden Urtheil aus, welches er über alle 
Staatsmänner Athens fällt I. Ohne Ehrgeiz und ohne an sich zu 
denken, diente,er seinem Lande in guten wie in bösen Tagen, mit 
gleichem Eifer im Glück wie im Unglück. Das Beste des Staats 
war seine Sorge, gleichviel obses durch ihn oder einen anderen 
dem Staate zu Gute kam. Was er für Recht hielt, sagte nnd that 
er im Rathe, nnd im Gericht, ohne zu fragen, ob er einen Freund 
verletze, oder einem Feinde Waffen in die Hand gäbe, unbekiim1nert 
um Lob und Tadel, um Gefallen oder Misfallen, um Dank oder 
Verfolgung. Mit gleicher Festigkeit widerstand er der Stimme 
der Freundschaft, wie den Verfolgungen der Feindschaft. Seine 
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