Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-97730
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-103164
494 
Die Poesie 
teten und den Athenern gleiches Recht gründetenl Liebster Hur: 
modios, du bist nicht gestorben;  sie sagen daß du auf den Just 
feln der Seligen bist, wo der schnellfüßige Achilleus und des Ths 
deus Sohn, der edle Diomedes, weilt. Jm Myrtenzweig will ich 
das Schwert tragen, wie Harmodios und Aristogeiton, als sie bei 
dem Opfer der Athene den tyrannischen Mann, den Hipparchos, 
erschlagen. Euer Ruhm wird immer in Ewigkeit bleiben, liebster 
Harmodios und Aristogeiton, daß ihr den Tyrannen getödtet und 
den Athenern gleiches Recht gegriindettHJ1 Es waren jene Ehren, 
es war dieser Ruhm des Harmodios und Aristogeiton, welche das 
Volk von Athen glauben ließen, daß diese Männer aus keinem an: 
deren Grunde, als aus reiner Liebe zur Freiheit gehandelt, welche 
schon um die Mitte des fünften Jahrhunderts die Meinung erzeugt 
hatten, daß nicht Hippias, sondern Hipparchos der Nachfolger des 
Peisistratos gewesen und die Regierung geführt habe II. 
Der Aufschwung, welchen Kunst und Poesie in Attika unter 
der Pflege der Peisistratiden gewonnen, wurde durch ihre Vertreis 
bang nicht unterbrochen, wenn die Republik auch den Bau des Tems 
pels des olhmpischen Zeus nicht fortsetzte. Simonides und Ana: 
kreon blieben auch nach dem Tode des .Hipparch und dem Falle des 
Hippias wenigstens zunächst noch in Athen II. Die dionhsischen 
Chöre, die lhrifchen Dramen machten rasche Fortschritte. Soweit 
der Sagenkreis des Dionhsos auch ausgesponnen war, die Thaten 
des Gottes gewährten nicht mehr ausreichenden Stoff, seitdem dies 
selben jährlich an drei Festen von wetteifernden Chören befangen 
und dargestellt wurden. Die Nachfolger des Thespis, Phrynichos 
von Athen O und Choerilos von Samos, überschritten den Umkreis 
der dionhsischen Mhthen in ihren Oratorien. Nachdem der Dithy: 
rambos, das eigentliche Dionhsoslied zum Preise des Gottes, ges 
sangen war, gingen sie zu anderen Ereignissen ernster und feierlicher 
Art aus der Götters,s und Heldensage über. Phrynichos stellte dem 
recitirenden Chorführer einen zweiten Sprecher gegenüber und 
wagte es gleich nach dem Schlusse des sechsten Jahrhunderts sogar, 
D Poesie graeci n1inores P. 1019. ed. Berglc.  21 Thukyd. 1, 20. 
6, 54 flgde.  P Das; Simonides noch in Athen verweilte, beweisen wol die 
Verse auf dem V1ergesvann aus der Kriegsbeute jener Jahre. Ueber Anakreon 
Sake spann Gan A So Drum: Mo   dukf4.m Un Ast,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.