Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-97730
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-102870
Spana.s. 
Die Absichten 
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die Flotte der Aegineten den Hafen Athens, das Phaleron, zer: 
störte denselben, verwüstete die ganze Westküste und that den Athe: 
nern großen Schaden. 
Die Sprüche von Delphi, den Hippias aus Athen zu tret: 
beu,e hatten der Politik der Spartaner einen schlimmen Streich ge: 
spielt und eine Reihe von Fehlsihlägen zugezogen. Man bereute 
es ernsthaft, den Weisungen der Phthia Folge geleistet zu haben. 
Wie gehorsam und wie schwach war nicht Athen unter dem Thron: 
neu geweseni Bei seiner Vertreibung hatte Sparta keine Lorbeern 
gepflückt, und jetzt endete jeder Versuch zur Aufrichtung der Abels: 
herrschaft in Attila mit einer neuen Niederlage, mit der Stärkung 
der Demokratie und der Erhöhung der attischen Macht. War nicht 
bereits Plataeae unter die Vorstandschaft Athens getreten und von 
ihm wirksam gegen Theben geschützt worden, gewährte die Ueber: 
wältigung von Chalki.s den Athenern nicht die Herrschaft über die 
Insel EuboeaP Diesen Fortschritten mußte nothwendig Einhalt ges 
than werden, die neue und einflußreiche Stellung, welche Athen durch 
diese Erfolge errungen hatte, mußte gebrochen werden. Man zwei: 
fette in Sparta nicht, durch einen neuen Feldzug Athen zu Boden 
werfen zu können, wenn die Ursachen des Mislingens des vorigen 
ver1nieden würden. Man glaubte der eifrigen Mitwirkung aller 
Bundesgenossen sicher zu sein, wenn sie nicht wieder ohne Angabe 
des Feindes, dem der Zug gälte, ins Feld gerufen würden; und die 
Verfassung Sparta7s wurde durch eine neue Vorschrift bereichert, 
welche bestimmte, daß niemals beide Könige mit demselben Heere 
ins Feld ziehen sollten II. Die weitere Frage war, was mit Athen 
geschehen solle, wenn es überwunden wäre. Die attische Aristokra: 
tie hatte sich weder nach der Vertreibung des Hippias, noch mit 
der Hülfe des Kleomenes der Regierung bemächtigen können; ja 
der Adel von Athen hatte beim letzten Feldznge nicht einmal die 
Waffen für Sparta erheben wollen oder zu erheben vermocht. Je; 
den Falls war Athen unter einem Tyrannen, der vom Adel ebenso 
sehr wie vom Volke zu fürchten hatte, noch schwächer als unter 
dem Adel, am schwächsten unter einem Tyrannen, den Sparta 
dort eingesetzt und der keine andere Stütze hatte, als den Pelo: 
pOI1USss ZU fVc2eV Stellung konnte man nur einen Mann erhei 
11Hserodot5, 75. Xeooph.I1ellea. 
von dieser Regel. 
Duncker Geschichte des A1terthums. IV. I. Aufl. 
Ausnahme 
jedoch eine 
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giebt
        

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