Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-97730
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-101825
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Alkman. 
Schwester, der Vorsicht Tochterts II, wol ließ er ,,das schöne Kithars 
spieltl, welches seit den Zeiten des Tyrtaeos die SchlachtreihenSpari 
ta7s begleitete, ,,de1n Eisen entgegenziehenH J. Aber diese religiöse und 
spartanische Haltung hatte ein überwiegendes Gegengewicht in an: 
deren Elementen seiner Dichtung. Er verherrlichte die Chariten in 
seinen Gesängen III; er wird ein Lobredner und Rathgeber der 
Jungfrauen genannt und gilt bei einigen für den Vater der eroti: 
schen Poesie II. Gewiß ist, daß er die Freuden der Liebe nicht ver: 
schn1ähte und die entflohene Jugend, die ihn dieses Genusses be: 
raubte, wehmüthig beklagte. ,,Diese Gabe der süßen Musen, heißt 
es in einem Fragmente, zeigte mir die glückselige Jungfrau, die 
blonde MegalostrataE II. ,,Wieder erwärmte süße Liebe, um der 
Khpris willen uiedersteigend, mein HerzH I. ,,Jhr honigstimmigeu, 
lieblich singenden Jungfrauen, die Knieen wollen mich nicht mehr 
tragen. Ach ich möchte ein Kerylos Lein MeervogelJ sein, der mit 
den Eisvögeln über die Blüthen der Wogen fliegt, kummerlosen 
Herzens, der meerpurpurne Vogel des FrühlingsU 7J1 Den Freui 
den der Tafel war er noch eifriger zugethan, er liebte es, reichlich 
zu essen. Er lobt den Wein von Oenus und Karystos und von 
den fünf Hiigeln bei Sparta II. ,,Drei Jahreszeiten nur giebt es, 
sagt er, den Sommer, Herbst und Winter; im Frühling kann 
man wol tanzen aber es giebt nicht viel zu essenU VI. Er rühmt 
sich in einem Fragment, ,,daß er noch einen Nachtisch bereitet 
habest III. ,,Hier sind sieben Polsterlager und ebensoviel Tische, 
sagt er anderswo, mit Mohnkuchen und Sesam und Backwerk bei 
setzt und in hölzernen Schüsseln Honigseim.U ,,Bald wird es süß: 
gekochtes Gemüse und geröstetes Weizenbrot gebentH1J.  Nun 
werde ich dir die Höhlung des dreifüßigen Kessels geben. Noch 
steht er nicht am Feuer, aber bald wird er voll warmen Brei7s 
sein, wie ihn der allesverschlingende Alkman nach der Sonnenwende 
liebt. Nicht blos das Wohlbereitete liebt er, er sucht auch die ge: 
meine Kost, wie das VolkU II. Alkman soll an der Läusesucht 
gestorben sein IF. Polytnnestos hatte die lydische Harmonie in 
Sparta eingeführt, Alkman sie eingebürgert II. Sakadas von Arg 
O Fragm. 45.  2j Fragm.14.  3J PqUsqk1. III, 17, 5.  4J Athe: 
naeos p. 600. Ariüeides bei Beruhardy Ltgsch. Z, S, 470.  v5J Fragm. 
27.  O Fragm. 26.  7; Fragm. 12.  8J Fragm, 15.  9J Pkagm. 
72.  101 Fragm. cis.  11J Fragen. 17. 18. 28.  12J Fm81I1. 23.  
13J Flut. Sul1a c. 36. Plin. 11, 39.Aristotcl.  14Jls1is
        

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