Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-97038
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Die Trümmer von Warka. 
ftatteten Leichna1ne selbst, bald in Backfteingrüfte gestellt bald neben 
einander in die Erde gelegt bald in Särgen; daneben Gefäße 
von gebranntem Thon, mit Keilzeichen bedeckt, kleine Tafeln von 
ungebranntem Thon, ebenfalls mit Jnfchriften versehen, kleine Figuren 
von Thon, Becher und Vafen, Reste Von Schwertern und Arm: nnd 
Halsbändern, goldene und silberne Ringe für Finger und Zehen, Gold: 
Perlen und vielfadhen Goldfchmuck. 
Das 
Reich 
der 
Lyder. 
Das Herrschergeschlecht, welches im Jahre 1224 v. Chr. den 
Thron von Sardes bestieg, führte seinen Ursprung auf den Gott der 
Sonne, den Sandon zurück. Der erste König dieses Hauses, Agron, 
der Sohn des Ninos, der Enkel des Belos sollte ein Abkömmling 
Sandons im fünften Gliede sein. Da in diesem Statnmbaum Ninos 
der Vater des Agron ist, da der Sonnengott auch von den Asshrern 
unter dem Namen Sardon angerufen wurde, drängte sich die Ver: 
muthung auf, daß diese Dhnastie einer Jntervention Asshriens ihre 
Erhebung auf den Thron Lybiens zu verdanken haben könne, daß 
der Herrscher, welcher die Macht des assyrifchen Reiches begründet, 
feine Waffen bis nach Sardes getragen und an die Stelle des alten 
Herrscherhauses, welches er entthront, den Agron als Basalleu Assyricns 
gesetzt hätte. Jndeß ergab unsere Untersuchung Lob. S. 466 flgde.J, daß 
die anderweitig nachweisbaren, die thatsächlichen Spuren der asfyri2 
schen Herrschaft in Kleinasien, auf das Gebiet ostwärts des Halhs 
und auf Kilikien beschränkt seien. Die assyrifchen Namen: Ninos, 
Assaraios, Sandon welche sich bei den Lydern vorfinden, können 
ebenso gut oder noch besser durch Uebereinstin1muug in Mhthos und 
Kultus erklärt werden, die zwischen den Lydern nnd Affyrern statt: 
fand und auf eine nähere Stamcnesverwandtfchaft zwischen Asshrern 
und Lydern zuriickgeführt werden muß. Jst dennoch wirklich einst 
ein asfyrifcher Zug bis Sardes gelangt, war die Erhebung der Sang 
doniden wirklich eine Folge dieses Zuges, so war diese Ausdehnung der 
assyrischen Macht doch von keiner Dauer, so ist Asfurs Oberheirschaft 
über das entfernte Land bald hinfällig geworden.
        

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