Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-96241
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Der 
Fall 
Die Ueberschwemmnng Mediens und Vorderasiens durch die 
Reiterfchaaren der Skhthen hatte den Bestand des affhrifchen Staai 
tes für den Augenblick gerettet, indem sie die Meder von der Velai 
gerung Ninive7s abzustehen zwang, indem sie die aufstrebende Macht 
des 1ncdischen Reiches liihmte. Aber die Schwärme der Skhthen 
waren den Asshrern nicht minder feind als den Medern und die 
Ueberziehnng Mesopotamiens, Shriens, Babhloniens scheint den Zu: 
fa1mnenhang zwischen den asshrifchen ProVinzen schwer erschüttert zu 
haben. In Shrien läßt sich seit Afsarhaddons Tod kein Eingreifen 
Afsyriens mehr wahrnehmen und nicht lange nachdem Sardanapal II 
den Thron besticgen, beginnen Psammetichs Kämpfe in Shrien. 
 Noch bedrohlicher gestaltete sich die Lage für Affhrien dadurch, 
daß Medien sich zuerst wieder von den fkhthischen Räubern befreite. 
Durch die schwere Niederlage, welche König Khaxares von den Skhs 
then erlitten hatte, belehrt, gab er dem medischen Heer eine bessere 
Einrichtung. Die Truppengattungen wurden geschieden, die einzelnen 
Waffen in kleinere Abtheilungens getheilt und dadurch beweglicher und 
wirksamer für das Gefecht ge1nacht; die Reiterei, die Lanzenträger, die 
BogenfchüHen erhielten abgesonderte Stellungen in der Schlacht: 
ordnungIJ. In dieser besseren Rüstung hoffte Khaxares die Skhthen 
aus dem Lande jagen zu können, Durch ihre Erfolge sicher gemacht 
hatten sich diese in mehrere Horden zersplittert. Kyaxares nahm trolzs 
dem nach Herodots Erzählung noch die List zu Hülfe. Er bewirtete 
einen großen Haufen derselben und ließ die Trunkenen dann ans 
greifen und erschlagen.   
Nachdem es dem Kyaxares auf diese Weise gelungen sein Land 
etwaum das Jahr 620 zu befreien2J, wendete er feine Waffen gegen 
U Herod. 1, 103.  2J Herodox U, 1o6. 4, U sagt, daß die Skhtheu 28 
Jahre in Afien geschulter hätten. Da der Einbruch 633 fällt sS. 748 N. 2J, so 
würden demnach die Skythen bis 605 das Heft in den Händen gehabt haben. 
Jndeß sind diese 2S Jahre, wie schon oben bemerkt, aus der Erzählung der Skos 
loten am Ponto8 von der Dauer ihrer Abwesenheit hervorgegangen; sie bezeichnen 
nicht die Zeit ihrer Herrschaft, sondern die Dauer der Abwesenheit. Daß diese 
cIchtundzwanzig Jahre des Herodot nicht die Herrschaft, sondern den Aufenthalt der 
SkhtheI1 im vorderen Ascesi überhaupt, die Zeit von ihrem Einbruch bis zum giinzi 
Athen Wiederversöhwinden ihrer Schaareu umfassen und daß ihrer l1ebermacht von
        

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