Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-96109
der Priej1er. 
Einkünfte 
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die Erstlinge der Neben und des Oelbaums mußten auf den Altar ge: 
legt werdend, welche dann von den Priestern zu ihrem Gebrauch vers 
wendet wurden, bestritten werdens. Eine bei weitem ergiebigere Quelle 
des Einkommens für die Priesterschaft war aber der zehnte Theil des 
Ertrages der Ernte, welcher nach einer alten Sitte, die auch bei den 
Phoenikern in Uebung .war Toben S. 37.4;, dem Jehova ais sein An: 
theil an der Ernte dargebracht zu werden pflegte. Das alte Gesetz 
der Priester verlangte, daß der ,8ehnte sowol vom Korn als von Wein 
nnd Oel wie von allen Baucnfrüchten, daß auch das zehnte Haupt 
von allem neugeborenen Hansvieh an die Priester abgeliefert werden 
solle2J. Das neue Gesetzbuch ermäßigt diese Ansprüche; es verlangt 
nur, daß der Zehnte der Ernte als ein Dankopfer Jehova7s nach 
Jerusalem abgeliefert werde, es gestattet, die Naturalliefernng abzui 
lösen und den Zehnten in Geld umzusetzen, es erklärt sich endlich 
damit zufrieden , wenn der Zehnte wenigstens in jedem dritten Jahr 
ordentlich abgetragen werde3I. Wirklich wurden, wie wir ans Aus; 
führungen der Propheten nnd Zeugnissen der historischen Bücher wissen, 
die Zehnten, wenn auch nicht durchgängig, doch häufig dargebracht. 
Den Zehnten vom Vieh läßt das Gesetzbuch ganz fallen; nur den 
Antheil der Priester an der männlichen Erstgeburt der Thiere hält 
das neue Gesetzbuch mit Strenge fest: ,,mit solchem Rinde soll nicht 
gepflügt nnd solches Schaf soll nicht geschoren werden, sie sollen vor 
Jehova gegessen werden Jahr für Jahr4J.H Für die Leviten, welche 
kein Priesteramt.versehen, wird dadurch Sorge getragen, daß das, 
Gesetzbuch den Jsraeliten zur Pflicht macht, sie an den Mahlzeiten 
der Dankopfer und. der Feste zu speisen, daß es verordnet, daß auch 
die Leviten wie die Priester von dem Opfereinkommen ihren Theil 
haben sollen, wenn sie im Tempel Dienste thun5J. Andere Fo1.kde2 
Jungen, welche das alte Gesetz stellte, daß auch ein Theil der Kriegsi 
beute den Priestern znfalle, daß bei Volkszählungen nnd Musterungen 
jeder ein Kopfgeld an das Heiligthnm zur Lösung seines Lebens von 
Jehova entrichten müsse, giebt das neue Gesetzbuch aufs. 
II Numeri IS, 8..20s.  2J Levit. 27, 29s 
Bd Deuteron. 15, 19. 2o. is, 4. H, 22.s2s. 
       
CI Genesis 14, 2o. 28, 22. Exod. so, 11sss16. 
fIgde. c. in.  
.3s. Numeri IS, 2o.24. sk 
ge, 12ss15.  4x Deuteron. 
5J Denteron. 18, 6sss8.  
as, 25ss28. Numeri I, 45
        

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